Fixpoetry

Wir reden über Literatur
Fix Zone

Call for Hochstaplers

Redaktion: 

Altes Fischer-Taschenbuch: Mann's Krull.

Die Avenue – Das Magazin für Wissenskultur ist die er­ste po­pu­lär­wis­sen­schaft­li­che Zeitschrift für Geistes- und Sozialwissenschaften im deutsch­spra­chi­gen Raum. Sie er­scheint zu­nächst als of­fene Diskussionsplattform on­line, im so­ge­nann­ten Avenue Salon. Nach drei Monaten Diskussion im Netz ge­lan­gen die Inhalte samt aus­ge­wähl­ten Kommentaren und Diskussionen in den Druck.

Für die zweite Ausgabe zum Thema Wir Hochstapler werden ver­ständ­li­che, kurze und prä­zise Beiträge aus den ver­schie­de­nen Disziplinen der Geistes- und Sozialwissenschaften gesucht. Formate können sein: wis­sen­schaft­li­che Artikel, Reportagen, Positionen ge­nauso wie Interviews. Zur Inspiration können die Beiträge zur er­sten Ausgabe der Avenue die­nen. Für Orientierung be­züg­lich Umfang und Sprachduktus wie­derum sorgt fol­gende Seite.

Folgende Themen und Fragen bie­ten eine er­ste Anregung, wie sich dem Thema Wir Hochstapler be­geg­nen lässt.

  1. Der ge­spielte Habitus
    Wie kom­men die Figur und das Phänomen des Hochstaplers in Literatur, Film und wah­rem Leben zum Tragen – und wie die dazu ge­hö­rige Gesellschaft? Was ge­nie­ssen wir, wenn wir Felix Krull oder Tom Ripley da­bei zu­se­hen, wie sie an­dere an der Nase her­um­füh­ren? Was hat es mit Menschen auf sich, die von sich be­haup­ten, sie könn­ten Hochstapler ‚rie­chen‘?
  2. Jeder Gesellschaft ihre Hochstapler
    Inwiefern un­ter­schei­den sich die Hochstapler ei­ner Standesgesellschaft von je­nen ei­ner Leistungsgesellschaft? Welche Regeln und Barrieren über­sprin­gen Hochstapler ge­stern und heute? Warum brau­chen wir Hochstapler, um in Abgrenzung zu ih­nen un­sere Regeln als le­gi­tim zu er­ach­ten?
  3. Vom Zwang hoch­zu­sta­peln
    Welche Biographie in der mo­der­nen Gesellschaft ist ei­gent­lich nicht ge­schönt, wenn nicht hoch­ge­sta­pelt? Inwiefern nö­ti­gen uns so­ziale Medien und Rankings dazu, un­sere Ichs und un­sere Leistungen auf­zu­mö­beln? Müssten wir den­je­ni­gen dank­bar sein, die auf­flie­gen – sei es, weil sie an un­se­rer Stelle ent­larvt wer­den, sei es, weil sie uns den Zwang zur Hochstapelei durch­schauen las­sen?
  4. Von der Angst auf­zu­flie­gen
    Wie steht es um un­sere Angst, bei der Arbeit als Nichtsnutz ent­larvt zu wer­den? Wie fühlt es sich an, sich selbst als je­man­den zu ent­tar­nen, der nicht aus­rei­chend in­ter­es­sant, ge­sund und lei­stungs­be­reit ist? Wie steht es um all die Menschen, die sich Erfolg nicht selbst zu­schrei­ben kön­nen und trotz gro­ssen Arbeitseinsatzes stets glau­ben: ‚Jetzt fliege ich auf‘? Warum lei­den ins­be­son­dere hoch­qua­li­fi­zierte Frauen un­ter die­sem Hochstapler-Syndrom?

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