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Welttag der Poesie

Redaktion: 

Am 21. März 2016 lesen fünf internationale Autorinnen und Autoren zum UNESCO-Welttag der Poesie in der Stiftung Brandenburger Tor. Ihre Texte erklingen in Originalsprache und in deutscher Übersetzung.

Montag, 21. März 2016, 20 Uhr
Stiftung Brandenburger Tor
Max Liebermann Haus, Pariser Platz 7, 10117 Berlin

Mit dem Welttag der Poesie würdigt die UNESCO den Stellenwert der Poesie, feiert die Vielfalt des Kulturguts Sprache und die Bedeutung mündlicher Traditionen. Im Jahr 2000 wurde er ins Leben gerufen. Die zentrale Veranstaltung in Deutschland richtet die Literaturwerkstatt Berlin/Haus für Poesie unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission seitdem aus. Die fünf Dichterinnen und Dichter sind jeweils mit einer deutschen Kulturinstitution verbunden; sie kamen für einen Schreibaufenthalt in die Bundesrepublik oder sind anderweitig an einem internationalen Austausch beteiligt.

Montag, 21. März 2016, 20 Uhr
Stiftung Brandenburger Tor
Max Liebermann Haus, Pariser Platz 7, 10117 Berlin
Eintritt Frei

Um Anmeldung wird bis zum 13.3.2016 gebeten

Dabei sind:

Nicolai Kobus, Foto: Kolja Mensing Nicolai Kobus (*1968 Westfalen) mit Texten aus seiner „kleintiere“-Serie über Ratten, Lemminge und „kurzfristige staatenbildung“ in Wespennestern. Kobus lebt als Dichter, Übersetzer und gelegentlicher Werbetexter in Hamburg. Für seine Arbeit erhielt er mehrere Auszeichnungen, unter anderen den Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis, den GWK-Förderpreis sowie den Förderpreis zum Ernst-Meister-Preis der Stadt Hagen. 2006 erschien im Ardey-Verlag die umfangreiche Gedichtsammlung „hard cover“.

Der Amerikaner Aaron Kunin (*1973 Minneapolis) beleuchtet in seinen Gedichten scharfsinnig und rückhaltlos Sehnsüchte und Unzulänglichkeiten. Seine raffinierten Sprachspiele erinnern an die »Erfindung »einer Maschine, die die Sehnsucht verbirgt«. Der Schriftsteller und Kulturjournalist lebt in Los Angeles. Er unterrichtet englische Literatur am Pomona College in Claremont. Zu seinen Veröffentlichungen zählen Gedicht- und Prosabände. »Unangebrachte Direktheit« (Edition Solitude 2015) stellt in der deutschen Übersetzung von Nicolai Kobus eine Auswahl aus seinem lyrischen Gesamtwerk vor. Aaron Kunin war 2013/2014 Stipendiat der Akademie Schloss Solitude.

Mohammad Alaaedin Abdul Moula (c) Matthias Holz. Stadt Hannover Der Syrer Mohamad Alaaedin Abdul Moula (*1965 Homs) verstößt mit seiner Dichtung über Politik, Religion und die Würde des menschlichen Körpers gegen die Tabus seines Landes und setzt sich für Demokratie ein. Er ist Mitglied im Arabischen Schriftstellerverband Syriens und war 1991-1996 Direktor für Museen und Altertümer in Homs. Erste kritische Gedichte und Prosatexte veröffentlichte er Anfang der 80er Jahre. Seitdem wurde er wegen seiner Publikationen und Kontakte zu Dissidenten immer wieder bedroht, zensiert und von Sicherheitsbehörden verhört. Heute lebt er als Hannah-Arendt-Stipendiat im Rahmen des „International Cities of Refuge Network“ in Hannover.

Anitha Thampi (c) Roy Sinai Die Inderin Anitha Thampi (*1968 Kerala), die im Übersetzungs-Projekt „Poets translating Poets – VERSschmuggel mit Südasien“ mit Nicolai Kobus gearbeitet hat, dichtet in ihrer Muttersprache Malayalam und trägt Texte über Cocktailrezepte und Mätressenbäume vor. Ihr erster Band „Muttamatikkumbol“ (Sweeping the Courtyard) von 2004 wurde von der Malayalam-sprachigen Zeitung Mathrubhumi zum „besten Gedichtband des Jahres“ gekürt. 2010 wurde der Band „Azhakillathavayellam“ (All that are bereft of beauty) veröffentlicht. Sie lebt zur Zeit in Mumbai und Thiruvananthapuram.

Torild Wardenaer (c) Tobias Bohm Die Norwegerin Torild Wardenær (*1951) präsentiert Gedichte über Fragmente von Mäuseskeletten und Vogelgesang: „prrrt kabrik prrrt kabrik“. Ihr erster Lyrikband "The Pioneer Time" (1994) von insgesamt neun wurde mit dem Aschehoug Publishing House’s Debutpreis ausgezeichnet. Zahlreiche Ehrungen folgten, unter anderem der Halldis Moren Vesaas Award, Nominierungen für den Brage Preis sowie diverse Aufenthaltsstipendien. Der aktuelle Band "Password: Chairos" erschien 2013. Im Jahr 2014 erhielt sie den namhaften Dobloug Prize der Schwedischen Akademie. Derzeit lebt und arbeitet sie im Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg.

Moderiert wird der Abend von Knut Elstermann.

Das Online-Portal www.lyrikline.org präsentiert ein »Welttags-Special« zum Thema „Poesie und Performance“. Mit Positionen, Clips und Highlights wird beleuchtet, wie Dichterinnen und Dichter international Poesie zum Vortrag und auf die Bühne bringen.

Unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission.

Eine Gemeinschaftsveranstaltung der Literaturwerkstatt Berlin/Haus für Poesie und der Stiftung Brandenburger Tor, der Akademie Schloss Solitude, dem Goethe-Institut Mumbai, dem Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia Bamberg und dem Literaturhaus Hannover.

 

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