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Verlustgeschäfte

Redaktion: 

„Drawert will heraustreten aus den medialen «Entleerungsdiskursen», indem er die kulturellen Symptome der Erschöpfung bis in ihre Mikrostrukturen hinein analysiert. Dabei ist für ihn die Überführung der Kultur in die digitale Sphäre der absolute Sündenfall. Bereits in seiner Studie «Schreiben» (2012), einer subtilen Psychoanalyse der Literatur und ihrer Schreibwerkzeuge, interpretierte Drawert die unendliche Freiheit der Netz-Kultur als Verfallsgeschichte: «Online-Sein heisst immer auch Verflüchtigung, Dispersion.» Seine nun unter dem Titel «Was gewesen sein wird» versammelten Essays setzen diese Analysen des «verlorenen Signifikanten» fort und vermelden nach strukturalistischer Manier den Zusammenbruch der Kultur, «weil der leere Signifikant zum Repräsentanten einer entleerten, von Surrogaten umstellten Lebensrealität geworden ist».“
Michael Braun heute in der NZZ über Kurt Drawerts Essaybände.

Kurt Drawert: Was gewesen sein wird. Essays 2002 bis 2014. Verlag C. H. Beck, München 2015.
Kurt Drawert: Spiegelland. Roman. Prosa. Material. Luxbooks-Verlag, Wiesbaden 2015.

 

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