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Die Geschichte von Clarisse

Redaktion: 

Wulf Segebrecht erzählt auf literaturkritik.de ausführlich die Geschichte von Meckels Clarisse, das im vergangenen Herbst im Gutleut-Verlag erschienen ist:

„Erst im dritten Anlauf ist es nun endlich gelungen, das Clarisse-Projekt in ein veritables Buch zu verwandeln. Das ist dem Verleger Michael Wagener zu danken, der zugleich Bildender Künstler und Ausstellungsmacher ist und mit seinen Installationen, Projekten und Büchern auf die Verbindung verschiedener Künste und kunstübergreifende Initiativen aus ist. Für einen Künstler wie Meckel, der zeichnet und dichtet, ist er prädestiniert. Mit seiner Hilfe hat Meckel aus den gescheiterten Gedichten für Clarisse und den nicht zustande gekommenen Bildern für Clarisse das Kunstbuch Für Clarisse gemacht, das  zum ersten Mal die dichterischen und die graphischen Arbeiten Meckels „für Clarisse“ zusammenführt. Eine so enge Zusammengehörigkeit der Hervorbringungen seiner beiden verschiedenen „Berufstätigkeiten“ ist in Meckels Werk sonst nicht üblich. In diesem Fall enthält der Band zusätzlich zu den Gedichten den gesamten Zyklus Bilder für Clarisse wie er im Werkverzeichnis abgebildet ist, also 23 Graphiken, allerdings in veränderter Reihenfolge.“

 

Als ich noch jung war.

– als ich noch jung war,
saß ich im Tor, mein Äffchen
holte die hingeworfenen Groschen
und brachte, von weit
Brotkanten, Knochen
und Haare, Finger,
Schuhe voll Blut – und dann
wird es Wein und Honig bringen,
Blumen, Flügel, Diamanten –

Christoph Meckel: Für Clarisse. Gedichte und Radierungen. Gutleut Verlag, Frankfurt am Main 2015.

 

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