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schreiben unter druck

Redaktion: 

Unter dem Motto Literatur unter Einfluss – Schreiben unter Druck startet der Berliner Parlandopark 2016 eine neue Reihe von vier Gesprächslesungen, die um ausgewählte gesellschaftliche Veränderungskomplexe kreisen, von denen wir alle betroffen sind.

Anhand von vier Themenschwerpunkten werden die massiven Auswirkungen auf Leben und Schreiben von AutorInnen diskutiert und Fragen gestellt, wie Literatur mit Druck von außen umgeht, wie sie auf veränderte Rahmenbedingungen und Einflusssphären reagiert und welche neuen Formen der Einmischung entwickelt werden können.

Eingeladen werden Persönlichkeiten aus vier Generationen, die der freien Literaturszene Berlins nicht nur als herausragende AutorInnen, sondern auch als KritikerInnen, TheoretikerInnen, AktivistInnen und Provokateure ihren Stempel aufgedrückt haben.

Zu diesem Anlass öffnet sich im Prenzlauer Berg die Tür des Bassy Clubs, mit Aussicht auf herrliches Unwetter.

1. Stadt als Einflusssphäre
(Gentrifizierung in Berlin | Menschen in der Großstadt | Milieus)

Im Bann von Gentrifizierungsprozessen erleben BerlinerInnen ihre städtischen Milieus zunehmend unter dem Druck von Umwälzungen, die geprägt sind von schwindenden Rückzugsräumen und einer Verödung urbaner Vielfältigkeit. Wie aber wirkt sich ein permanenter Veränderungsdruck auf das Schreiben aus, auf Arbeitsbedingungen von LiteratInnen? Wie verquickt sind Kapitalströme und Inspiration? Inwieweit werden Schreibprozesse durch wirtschaftlichen Anpassungsdruck kontaminiert?

TeilnehmerInnen:
Tanja Dückers, Asmus Trautsch, Hendrik Jackson (Moderation)
Datum: Donnerstag, 18. August 2016
Zeit: 20 Uhr
Ort: Bassy Club (Lounge)
Schönhauser Allee 176 a | 10119 Berlin
U2 Senefelder Platz
Eintritt: 3 € / 5 €

Die Schriftstellerin Tanja Dückers (* 1968) hat nicht nur zahlreiche Romane und Erzählbände verfasst, sondern sich auch seit je her zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen zu Wort gemeldet, beispielsweise als Essayistin oder Kolumnistin der ZEIT. Außerdem engagiert sie sich zivilgesellschaftlich in Projekten, die u.a. Berliner Obdachlose unterstützen.

Der Lyriker Asmus Trautsch (* 1976) gehört zu einem der agilsten und vielseitigsten Literaturaktivisten in Berlin. Er arbeitet als Co-Verleger, Lektor und Herausgeber, ist Mitinitiator des Komponistennetzwerkes Klangnetz, organisiert Lesungen, Konzerte, Konferenzen und interkulturelle Austauschprojekte.

Auch der Lyriker, Übersetzer und Essayist Hendrik Jackson (* 1971) folgt den Dunkelströmen Berlins und ist unentwegt auf der Suche nach der ultimativen Liaison für ahnungsvolle Umtriebe und – 17 Jackson Fans can´t be wrong – immer noch im Lichte der Prophezeiungen. Außerdem gehört die Online-Plattform lyrikkritik.de zu seinen Schöpfungen.

Alle drei TeilnehmerInnen haben Gentrifizierung am eigenen Leib erfahren und können fokussiert über ihre eigenen Krisengeschichten und das Narrativ neoliberaler Wandlungsprozesse in  Szenebezirken berichten.

Weiter gehts dann am 08.September und hier finden Sie Infos für alle Termine.

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