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Magie des Lesens

Redaktion: 

Blick in die Ausstellung. Foto: Friedhelm Hoffmann / Museum Neukölln

Bücher und Leseerfahrungen sind Gegenstand der noch bis Dezember laufenden Ausstellung „Die Magie des Lesens“ im Museum Neukölln. Dafür haben 24 Neuköllner*innen über ihre Lieblingsbücher erzählt und dem Museum fast 100 Bücher zur Verfügung gestellt. Welche Bedeutung die Bücher im jeweiligen biografischen Kontext haben, kann in eigens produzierten Hörstücken in der Ausstellung nachvollzogen werden. Bücher begleiten uns das ganze Leben lang. Als elementare Kulturtechnik trägt das Lesen wesentlich dazu bei, die Welt in ihrer Komplexität zu verstehen. Was vom Gelesenen aufgenommen wird, hängt vom eigenen Blickwinkel ab und kann sich je nach Situation verändern.
Neben dieser subjektiven Dimension erschließen die Ausstellung und der begleitende Katalog das Lesen und das Buch auch aus gesellschaftlicher, kultureller und bildungspolitischer Perspektive für den Bezirk Neukölln. Dabei werden die Bedingungen, unter denen Kinder in Neukölln lesen lernten und lernen ebenso beleuchtet wie das Engagement, um in Neukölln lebenden Analphabeten den Einstieg in das Lesenlernen zu erleichtern. Die Ausstellung untersucht den Einfluss anarchistischer Lesezirkel im Rollbergviertel um die Jahrhundertwende, und fragt, weshalb bereits 1921 Bücher auf dem Tempelhof brannten. Schließlich wird auch die soziale und kulturelle Funktion von Buchläden und Bibliotheken im Kiez anhand ihrer wechselvollen Geschichte aufgezeigt.

Zur Ausstellung erschien der gleichnamige Katalog
Udo Gößwald (Hrg.) Die Magie des Lesens. Mit einem einleitenden Essay von Aleida Assmann.

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