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Schundheft N° 12

Redaktion: 

Zum gerade vergehenden Dada-Jubiläumsjahr meldet sich der Schriftsteller Kurt Bracharz mit einer adäquat zum Thema verfassten Form, einem Schundheft.

Bracharz‘ DADADAGEBUCH bringt zu ausgewählten Daten vom 1. Jänner bis zum 30. September ausgewählte Informationen über und um DADA, Betrachtungen und kritische Anmerkungen zur DADA-Rezeption. Mit Tristan Tzaras Ausspruch „Dada bedeutet nichts“ wurden nicht nur „die Journalisten vor die Tür einer unerwarteten Welt gestellt“ sondern auch klargemacht, dass es da nichts wirklich an Interpretation abzuholen gibt. Und da „nichts“ sich auch im „alles“ ergeben kann, wird klar, dass die Germanistenwelt seit 1916 aus DADA herausgefischt hat, was nur möglich war: alles, was wiederum nichts ergibt. Bracharz versieht seinen ¾ Jahresgang im Schundheft von unartproduktion mit denkwürdigen Zeichnungen und Montagen in Schwarzweiss. Das macht das 60-Seiten starke Heftchen im Postkartenformat zusätzlich interessant.

Am Ende des Tagebuchs bringt Kurt Bracharz eine Sammlung „divergierender Meinungen“. Tristan Tzara, Karl Döhmann, Francis Picabia,Theo van Doesburg, Kurt Schwitters, Georges Ribemont-Dessaignes, Paul Eluard, George Grosz und Man Ray werden mit Dada-Bezügen, Aktionen und Aussprüchen zitiert. Ein höchst informativer Schund zum Jahresende im Seitentaschenformat. „Ist Dada tot? Lebtdada? Dada ist. Dadaismus“.

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