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Redaktion: 

Klaus Bellin bespricht aktuell im Neuen Deutschland die Neuauflage von Klaus Völkers Buch über Bobrowskis Zeit in Friedrichshagen:
„Ein Haus am Rande der Stadt, roter Backstein mit weißen Pilastern. Hier, in Berlin-Friedrichshagen, hat er gewohnt. Eine stille Straße mit Kopfsteinpflaster, damals noch nicht so dicht von Autos gesäumt, gegenüber einst lauter Schrebergärten: Ahornallee 26. Von hier ist er morgens aufgebrochen, um mit der S-Bahn in den Altberliner, später den Union-Verlag zu fahren. Der Weg zum Bahnhof nicht allzu weit. Arbeitsbeginn: 7.45 Uhr. Um 17 Uhr war Schluss, sonnabends um zwölf. Wenn zwischendurch Zeit war, feilte er an Versen, die ihm unterwegs eingefallen waren. Die Schublade, in der die Manuskriptblätter lagen, blieb dann offen für den Fall, dass jemand an der Tür klopfte. Zum Schreiben blieb meist nur das Wochenende.“
 

Klaus Völker: Johannes Bobrowski in Friedrichshagen 1949 – 1965. Frankfurter Buntbücher 42.
Verlag für Berlin-Brandenburg / Quintus-Verlag.

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