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Sachbuch des Monats

Redaktion: 

Andreas Wang verkündet für den NDR:

„"Oh Meer! Oh Abend! Ihr seid schlimme Lehrmeister!", beklagte sich Friedrich Nietzsche, denn: "Ihr lehrt den Menschen aufhören, Mensch zu sein! Soll er sich euch hingeben?" - eine schicksalsschwere Frage fürwahr. Hinab in die Tiefen des Meeres und in eine Welt des Werdens und Vergehens taucht nun Gunter Scholtz und sucht diese Frage tiefschürfend zu beantworten. Seine "Philosophie des Meeres" … läßt uns teilhaben an den maritimen Streifzügen von Thales von Milet, der im Wasser das erste Grundprinzip der Dinge sah, oder von Roger Bacon, der ein neues Atlantis als eine Insel mit einem idealen Staat erfand.“

Seit über zweieinhalbtausend Jahren hat das Meer die Philosophie beschäftigt: Schon Thales, der erste Philosoph der griechischen Antike, betrachtete das Wasser als Quell allen Seins; Kant glaubte, die Ozeane würden nach und nach die Rotation der Erde ausbremsen und darum unweigerlich den Weltuntergang herbeiführen; Edmund Burke wählte den Anblick des Meeres, um den Begriff des Erhabenen zu definieren, und Hegel wiederum warnte seine Studenten, der Akt des Philosophierens selbst ähnele dem Sprung in einen uferlosen Ozean ...
Nicht uferlos, aber tiefgründig und einmalig ist die Philosophie des Meeres: Indem sie uns das Meer aus den Blickwinkeln bedeutender Denker und verschiedener philosophischer Disziplinen betrachten lässt, bietet sie zugleich einen perfekten und verständlichen Einstieg in die Philosophie generell – von der Antike bis zur Moderne. Denn wer der Mensch ist, das hat sich seit jeher an seinem Verhältnis zum Meer gezeigt.

Gunter Scholtz: Philosophie des Meeres. mare Verlag.

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