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"Unbekannte Briefe" von Oleg Jurjew

Redaktion: 

am 10. April erscheint der Roman "Unbekannte Briefe" von Oleg Jurjew im Verbrecher Verlag.

Drei Briefe sollen in die Hände Jurjews gelangt sein: Der Schriftsteller Leonid Dobytschin schreibt Jahre nach seinem vermeintlichen Tod an den Literaturkritiker und Autor Tschukowski. Iwan Pryschow wendet sich hasserfüllt an Fjodor Dostojewski, dem er als Vorbild für eine Figur in »Die Dämonen« diente. Jakob Michael Reinhold Lenz schreibt verwirrt an seinen Gönner Karamsin und seinen Freund Goethe. Oleg Jurjew bringt uns in seinem ersten auf Deutsch verfassten Roman virtuos und anspielungsreich die Welt der russischen Literatur näher - sein Thema ist Tod und Unsterblichkeit.

Die Buchpremiere findet am 10.05. im Literaturhaus Berlin statt, am 15.05. folgt eine Lesung im Hessischen Literaturforum im Mousonturm in Frankfurt.

10.05.2017.20 Uhr: "Unbekannte Briefe" - Buchpremiere
Lesung und Gespräch mit Oleg Jurjew
Ort: Literaturhaus Berlin, Fasanenstr. 23, 10719 Berlin

15.05.2017, 20 Uhr: "Unbekannte Briefe"
Lesung und Gespräch mit Oleg Jurjew, es liest der Schauspieler Stéphane Bittoun, Moderation Björn Jager
Ort: Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V., Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main

Oleg Jurjew: UNBEKANNTE BRIEFE
Roman, Hardcover, 200 Seiten, 22 €, ISBN 978-3-95732-233-3
Erscheint am 10.04.2017 im Verbrecher Verlag, auch als E-Book

»Lieber Kornei Iwanowitsch, nun berichtet die Prawda, dass auch Sie gestorben sind. Das erlaubt mir, in kameradschaftlicherer Weise mit Ihnen zu sprechen – ab und an glaube ich, auch ich sei gestorben.« Leonid Dobytschin

Auf verschlungenen Wegen sollen drei Briefe in die Hände Oleg Jurjews gelangt sein:
Jahre nach seinem vermeintlichen Tod schreibt der Schriftsteller Leonid Dobytschin an den allseits bewunderten Literaturkritiker und Autor Tschukowski. In dem nie abgeschickten Brief erklärt er sein Verschwinden und kommentiert das Zeitgeschehen – auch über den Tod des Adressaten hinaus.
Der kleine Moskauer Literat Iwan Pryschow schreibt an Fjodor Dostojewski, dem er als Vorbild für eine Figur in »Die Dämonen« diente. Mit diesem Bild ist der alkoholkranke Pryschow ganz und gar nicht einverstanden und hält sich auch mit antisemitischen Invektiven gegen Dostojewski nicht zurück. Dann wieder sucht er dessen Verständnis und verweist auf die gemeinsame Kindheit.
Der dritte Brief stammt von Jakob Michael Reinhold Lenz. Krank meldet er sich bei seinem Gönner Karamsin – wahrscheinlich am Tag seines Todes. Verwirrt wendet sich Lenz plötzlich an seinen Freund Goethe, an seinen Vater, dann wieder erneut an Karamsin ...

Zusammen ergeben die Briefe den Roman »Unbekannte Briefe«, sein Thema ist Tod und Unsterblichkeit. Zugleich ist dieser Roman eine Hommage an die Jahrhunderte des Briefeschreibens. Denn der Auffinder der Poststücke, der bekannte russisch-deutsche Autor Oleg Jurjew, der die Briefe nur übersetzt haben will, ist selbstverständlich ihr Verfasser. »Unbekannte Briefe« ist Jurjews erster auf Deutsch verfasster Roman.

 

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