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»Schluss mit den Beschwerden übers schlechte Dichterwetter!«

Redaktion: 

Schöffling Verlag meldet:

Das 31. Jahrbuch der Lyrik erscheint am 8. Mai

»Da wird choreografiert und collagiert, nachgedichtet und getanzt, vertont und verfilmt, gepostet, performt und heiß diskutiert oder einfach still gelesen«, freut sich Ulrike Almut Sandig über die Vielfalt der Arbeiten im Jahrbuch der Lyrik 2017.»Eine Blüte der Lyrik« stellte eine Rezensentin nach ihrer Lektüre des Jahrbuchs 2013 fest. Kaum zwei Jahre später befand eine andere den Jahrgang 2015 als »verhalten, trocken, unreif, artig«. Ausgabe für Ausgabe stehen die jeweilige Lyrikproduktion wie auch die Auswahl der Herausgeber in der Kritik.

Gut so: Bedeutet es doch, dass sich noch immer Menschen mit Lyrik beschäftigen, Lyrik schreiben, lesen, schätzen, enttäuscht von ihr sind und beglückt werden. Drum fordert Ulrike Almut Sandig auch: »Schluss mit den Beschwerden übers schlechte Dichterwetter!«

In diesem Jahr zeugen ihr zufolge Themen- und Formenvielfalt der  Lyrikszene oft von »beglückend hohem Risikofaktor« und: »Es wird wieder politisch gedichtet.«

Sandig war in diesem Jahr Mitherausgeberin des Jahrbuchs der Lyrik, das Christoph Buchwald seit 1979 mit je wechselnden Lyrikern an seiner Seite herausgibt. Aus über 5000 Einreichungen wählten sie 145 Arbeiten aus.

Das Jahrbuch wechselte mehrfach den Verlag. Von Claassen übernahm es zunächst Luchterhand, dann war es bei C.H. Beck, S. Fischer und zuletzt bei der DVA. Dort war das Jahrbuch alle zwei Jahre herausgekommen. Zukünftig wird die Publikation bei Schöffling & Co. wieder jährlich erscheinen.

Premiere im Lyrik Kabinett

Bereits am 3. Mai findet im Lyrik Kabinett in München die Premiere statt. Die Herausgeber präsentieren den Band gemeinsam mit Anja Bayer, Mara-Daria Cojocaru und Markus Breidenich um 20 Uhr in der Lyrik-Bibliothek (Amalienstr. 83a, 80799 München).

Seit 1979 spiegelt das Jahrbuch der Lyrik jüngste Entwicklungen der deutschsprachigen Poesie wider. Ab 2017 erscheint es bei Schöffling & Co. Für die aktuelle Ausgabe konnte Christoph Buchwald die Lyrikerin Ulrike Almut Sandig als Mitherausgeberin gewinnen. Die von beiden ausgewählten Gedichte loten aus, in welchem Maße die Gegenwartslyrik Spiegel unserer Zeit ist und wie sie sich zu aktuellen Fragen stellt. Als Grundhaltung wird deutlich: Nur mit einer subjektiven Herangehensweise kann die Sicht auf Geschichte und Gesellschaft glaubwürdig vermittelt werden. Erstmals enthält das Jahrbuch auch Bildgedichte und ein Kapitel mit Übersetzungen.

Christoph Buchwald, 1951 geboren, ist seit den Anfängen des Jahrbuchs dessen ständiger Herausgeber. Seit 2002 leitet er den literarischen Verlag Cossee in Amsterdam. Ulrike Almut Sandig, 1979 geboren, vielfach ausgezeichnet (u.a. mit dem Leonce-und-Lena-Preis 2009) veröffentlichte bislang vier Gedichtbände sowie Hörbücher, Erzählungen und Hörspiele. Anja Bayer, Mara-Dara Cojocaru und Markus Breidenich zählen zu den Autorinnen und Autoren des Jahrbuchs und lesen daraus ihre eigenen und ausgewählte weitere Gedichte.

 

 

 

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