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Kein Vermächtnis, sondern...

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Derridas letztes Gespräch, sein Vermächtnis: nein, das zu sagen, hieße, zu akzeptieren, was nicht akzeptabel sein darf: Derrida, „ziemlich schwer erkrankt”, sagt, er „habe nicht gelernt, den Tod zu akzeptieren.”

Jacques Derrida · Leben ist Überleben · Herausgegeben von Peter Engelmann · Übersetzt von Markus Sedlaczek · ISBN 9783851657036 · Passagen Verlag

Und darauf folgt ein Dialog über das Sich-selbst-Erfinden, als ob es ein Ich gäbe, das nicht im Schreiben die „Form einer unendlichen Revolution” hätte. Spielerei ist das nicht, sondern im Vernünftigen, welches dies nur aus einem Standpunkt sein könnte, der selbst vernünftig nicht wäre, die Erschütterung und auch schon Empörung, daß zwar zwar die „elementaren »Menschenrechte[n]«” wohl „an Umfang ständig zunehmen”, übrigens auch in dem Sinne, daß Menschenrechte für Menschanaffen gefordert werden, sie zugleich aber bis zum „Recht auf ein Leben” „Milliarden von Menschen […] verweigert” werden.

Der Text, erstmals 2005 erschienen (davor auszugsweise unter dem Titel Das Leben, das Überleben in Lettre International1), ist nun neu aufgelegt worden – und er ist schmerzlich aktuell und unbedingt zu empfehlen.

  • 1. Jacques Derrida: Das Leben, das Überleben. Vom Ethos des Denkens und von der Chance des europäischen Erbes. Gespräch mit Jean Birnbaum, trans. Markus Sedlaczek. In: Lettre International, Nr 66, Herbst 2004, pp.10-13.

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