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Lettrétage: INTRE:TEXT - Sound- und Videoinstallation

Redaktion: 

20.5.2017, 20 Uhr, Eintritt frei
INTRE:TEXT - Sound- und Videoinstallation
Lettrétage, Mehringdamm 61, U6/U7 Mehringdamm

Pressemitteilung: "Texte von Maren Kames, Charlotte Warsen, T.G. Vömel, Christian Vater, Barbara Wrede und Falk Nordmann; Sound: Sabine Worthmann, Video: Nils Linscheidt

Am Anfang stand eine kleine Arbeitskonferenz im Februar 2017 mit den teilnehmenden AutorInnen und bildenden KünstlerInnen, auf der das Grundkonzept des historischen, japanischen Kettengedichts vorgestellt und näher erläutert wurde. Daraufhin gaben sich die vier teilnehmenden AutorInnen und die zwei bildenden KünstlerInnen in gemeinsamer Erarbeitung die Regeln und Themen des Schreib-Projekts vor. Nach dem Grundprinzip der japanischen Kettendichtung wurden die Texte/Bilder der Teilnehmer von den anderen Teilnehmern weitergeschrieben, dabei waren verschiedenste Anschlüsse und Zugänge denkbar: Textmaterial des Vorverses wurde aufgegriffen, oder es wurden Anklänge zum Vorvers (über Klang, Rhythmus u.ä.) erarbeitet. Ein Bild/Foto nahm formal eine Verszeile auf oder bezog sich assoziativ auf einzelne Wortbilder etc.

Nach den zwei Monaten der eigentlichen Text-Bild-Produktion auf der Webseite wurde das gesamte Material, bestehend aus Text und Bild, für die Musikerin und den Videokünstler freigegeben. Diese erarbeiteten parallel und unabhängig voneinander in einer zweiten Arbeitsphase eine Video-Installation bzw. eine musikalische Raum-Komposition.

An diesem Abschlussabend werden die Videoinstallation sowie die musikalische Komposition als Aufführung einander in zwei benachbarten Räumen gegenübergestellt, um das von den AutorInnen und bildenden KünstlerInnen geschaffene Text-Bild-Geflecht einerseits in einem digital-analogen, andererseits in einem akustisch-visuellen Spannungsfeld erfahrbar und erlebbar zu machen.

Die Teilnehmenden

Maren Kames wurde 1984 in Überlingen am Bodensee geboren. Sie studierte Kulturwissenschaften, Philosophie und Theaterwissenschaften in Tübingen und Leipzig, danach am Institut für Literarisches Schreiben in Hildesheim. 2016 erschien ihr literarisches Debut „HALB TAUBE HALB PFAU“. Auszüge daraus gewannen bereits 2013 den Publikumspreis des 21. Open Mike.

Charlotte Warsen, geboren 1984 in Recklinghausen, schreibt Lyrik. Ihre Texte wurden in verschiedensten Anthologien und Zeitschriften – u.a. poet, BELLA triste, und der Greif – publiziert. 2009 stand sie im Finale des 19. Open Mike. Warsen studierte zudem Kunst und Englisch in Düsseldorf, Kön und Joensuu. Zur Zeit promoviert die in Berlin lebende Schriftstellerin im Fachbereich Philosophie. Ihr Debut „vom speerwurf zu pferde“ erschien 2014.

Christian Vater und T.G. Vömel sind beide Gymnasiallehrer, Autoren und Verleger. 2015 setzten sie es sich zum Ziel, Gemeinschaftsproduktionen lyrischer Autoren zu veröffentlichen und gründeten zu diesem Zweck den vauvau-verlag. Über ihre Arbeit an Projekten wie „FAUN UND ZERFALL“ sind beide mit dem konkreten Umgang mit Intertextualität bestens vertraut.

Ursprünglich aus Niedersachsen stammend, verfolgte Barbara Wrede ihren Weg über ein Studium der freien Kunst in Kassel und ist 1995 schließlich in Berlin angekommen. Hier lebt und arbeitet sie seitdem als freie Künstlerin und Autorin. Dem Projekt Intre:Text trat sie in ersterer Funktion bei. Nach Lehraufträgen an verschiedenen Hochschulen arbeitet sie nun seit 2015 als Dozentin bei Jugend im Museum, Berlin.

Falk Nordmann ist ein in Berlin lebender Illustrator und Zeichner. In seiner Beschäftigung mit digitaler Illustration und analoger Zeichnung arbeitet er mit Pinsel und Stift genauso wie mit Photoshop. Bei Intr:Text übernimmt Nordmann die Rolle des Grafiker

Nils Linscheidt, MaiNull3

Sabine Worthmann wird die Kettengedicht-Beiträge von Charlotte Warsen, Maren Kames, Thomas Vömel, Christian Vater, Barbara Wrede und Falk Nordmann von intretext.lettretage.de in Sounds übertragen, und am Samstag, den 20. Mai mit diesen den Mehringdamm 61 bespielen.

Sabine Worthmann, aka Frau Sportmann, Kontrabassistin, Komponistin, ist bevorzugt an den harten Kanten aller Schubladen zwischen E und U, Kitsch und Krach unterwegs. Spielte sich durch die experimentelle Downtownszene in N.Y., Kollaborationen u.a. mit Howard Johnson, Anthony Coleman. Auftragsarbeiten für Theater, Film, zahlreiche Hörspielmusiken und Klangkunst. Worthmann gewann im Jahr 2011 den ARD-Publikumspreis für ihr 5.1 Surround Hörstück über Hirnforschung und Bewusstsein. 

Das Projekt INTRE:TEXT wird gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa." Tom Bresemann

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