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Mathephilosophie

Redaktion: 

Roland Pilous bespricht auf spektrum.de die Philosophie der Mathematik von Bernulf Kanitscheider

„Einige Geisteswissenschaftler, etwa der Anglist und Publizist Dietrich Schwanitz, haben die These vertreten, wonach mathematisches und naturwissenschaftliches Wissen nicht kulturrelevant sei und ihm daher auch keine allgemeinbildende Rolle zukomme. Der Naturphilosoph Bernulf Kanitscheider sieht das ganz anders. Schuld an einer vermeintlichen Bedeutungslosigkeit mathematischen und naturwissenschaftlichen Wissens, schreibt er, sei dessen instrumentalistische Deutung. Ihr zufolge ist dieses Wissen ein Werkzeugkasten, dessen Relevanz sich in technischen Anwendungen erschöpft.

Kanitschneider hält dem die realistische Deutung entgegen: Wenn sich die Aussagen der Mathematik und Physik auf etwas real Existierendes beziehen und die Struktur der Welt beschreiben, dann haben sie eine entsprechend große Relevanz für die Allgemeinbildung und vielleicht sogar für die Sinngebung des Lebens. Kanitscheiders neues Buch bietet nicht etwa einen neutralen Überblick über philosophische Deutungen der Mathematik, wie man angesichts des Titels vermuten könnte. Vielmehr ist sein Hauptanliegen, die realistische Deutung der Mathematik und Physik zu stützen.“

P.S.: die falsche Zitierweise des Namens von Bernulf Kanitscheider findet sich im Originalartikel und dort auch in der Überschrift.

Bernulf Kanitscheider: Kleine Philosophie der Mathematik. S. Hirzel, 2017.

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