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Dämonen, Inseln, Schmetterlinge – die Poesie Indonesiens

Redaktion: 

Mittwoch, 14. Juni, 20 Uhr, Maschinenhaus (Kulturbrauerei) in Berlin

ein Abend mit den Dichterin Dorothea Rosa Herliany (Java) und dem Performance-Poeten Samar Gantang (Bali). Martin Jankowski stellt die Künstler vor und führt durch den Abend – eine außergewöhnliche Entdeckungsreise in die Gegenwartsliteratur des tropischen Äquatorarchipels Indonesien.

DOROTHEA ROSA HERLIANY (geb. 1963, Java) gilt als die weibliche Stimme der indonesischen Gegenwartsliteratur. 20 Bücher, darunter auch Prosabände und Kinderbücher, hat sie bisher veröffentlicht. Vor allem für ihre eindrucksvollen Gedichte wurde sie jedoch vielfach geehrt, u. a. mit dem Best Book of Poetry (Jakarta Arts Council), dem Best Author (National Language Center) oder dem Khatulistiwa Literary Award sowie dem Cempaka Award. 2016 gewann sie mit ihrem (in Berlin geschriebenen) Roman „Isinga“ den indonesischen Buchpreis. 2015 erschien auch ein Band mit deutschen Übersetzungen ihrer Texte namens „Hochzeit der Messer“.

I Gusti Putu Bawa oder SAMAR GANTANG, als den man ihn in Indonesien kennt, ist berühmt für sein kraftvollen balinesisches Mantra-Chanten, Modre genannt - ein  hochgelobter Poesiekünstler, der vor allem auf Bali und Java populär ist. Obwohl sehr spektakulär, sind seine Auftritte, die tief in der balinesischen Tradition verwurzelt sind, nicht ursprünglich für die Bühne entworfen sondern gewissermaßen spirituelle Akte: Die Balinesen und vor allem ihre spirituellen Führer halten einen Dialog mit Bösen und guten Geistern gleichermaßen, sowie mit der Außenwelt und dem spirituellen Bereich. Die Mischung aus Gebet und Dialog soll für den Menschen eine reinigende Wirkung haben. Gantang hat viele Poesiebände und Kurzgeschichten in Balinesisch und Indonesisch veröffentlicht und wurde mit zahlreichen renommierten Literaturpreisen ausgezeichnet. Um seine Bedeutung zu ehren, hat der staatliche Fernsehsender Balis TVRI ein spezielles Programm für ihn eingerichtet, genannt Gatra Bali , in dem er täglich eines seiner Gedichte für „fünf Minuten jeden Tag“ vorträgt. Erstmals überhaupt ist Samar Gantang in Berlin zu Gast, eigens für seinen Besuch liegen auch deutsche Übertragungen seiner ungewöhnlichen Poesie vor.

Ein mehrsprachiger Abend mit Performance, Lesung und Gesprächen – mit Übersetzung. Eintritt frei! Selamat datang – herzlich willkommen!

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