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Nach den Wettern

Redaktion: 

„Ich wollte wissen, wie es ist, ein Wildtier zu sein.
Möglicherweise kann man das erfahren. Die Neurowissenschaften helfen uns dabei, und ein bisschen Philosophie und eine Menge Lyrik von John Clare tun das Ihre dazu. Aber vor allem muss man den Stammbaum der Evolution gefährlich weit hinunterklettern, bis in ein Loch in einem walisischen Hügel und unter die Steine eines Flusses in Devon, man muss etwas über Schwerelosigkeit lernen, über die Gestalt des Windes, über Langeweile, Mulch in der Nase und das Zittern und Knacken sterbender Wesen.“
Charles Foster

Ein wahrlich ungewöhnliches Experiment, jetzt als Hörbuch erschienen, und eines, dass den Hörer von der ersten Sekunde an fasziniert und dann gar nicht mehr loslässt: Der Naturkundler Charles Foster wollte wissen, wie es ist, ein Tier zu sein. Dazu las er nicht einfach nur ein paar kluge Bücher, nein: Er lebte über mehrere Jahre hinweg mal wie ein Dachs, dann wie ein Rothirsch oder ein Fuchs. Schlief in Erdhöhlen, ernährte sich von Regenwürmern und menschlichem Müll und ließ sich ganz auf die Erfahrungen in der Natur ein. Seine sehr persönlichen, augenzwinkernden und selbstironischen Berichte und Gedanken über das Mensch- und Tiersein liest Wanja Mues sehr stilvoll. Und auch wer mit der freien Wildbahn ansonsten nichts am Hut hat, wird nach diesem Hörbuch Lust bekommen, sich einmal mit Haut und Haar zumindest dem Wetter auszuliefern. (Aus dem Englischen von Gerlinde Schermer-Rauwolf und Robert A. Weiß)
 

Charles Foster: Der Geschmack von Laub und Erde. Wie ich versuchte, als Tier zu leben. Hörbuch | DAV | 5 CDs.

Das Buch bei Piper

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