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Bierbaumlyrik um 1900

Redaktion: 

Otto Julius Bierbaum hätte heute seinen 152 Geburtstag gefeiert.

„Der vielseitige Bierbaum, der zwischen Literatur und Tingeltangel wechselte, war so etwas wie Karl Kraus’ kleiner Bruder. Er gab Impulse. So mit "Stilpe", jenem 1897 erschienenen "Roman aus der Froschperspektive", der die Geschichte des Bohemiens Willibald Stilpe erzählt, der als meistgefürchteter Literaturkritiker Berlins mit Gleichgesinnten ein Varieteetheater gründet, was scheiterte. Auf Anregung Bierbaums rief Ernst von Wolzogen das literarische Kabarett "Das Überbrettl" ins Leben. Bierbaum selbst gab Kabarettcouplets heraus. Von Komponisten wurde seine Lyrik geschätzt.“ (Badische Zeitung)

 

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I
Sie sprach:
Hernach!
Er flog –
Sie trog.

 

II
Er sprach:
Ich möchte!
(O Schmach –
Der Schlechte!)
Sie lachte.
Ich auch!
(Der Achte
Im Bauch!)
Es passen
Die beiden
Sehr gut
Zusammen!
Was hassen
Und neiden?
Jung Blut
Muß rammen!
Denn los!
Famos!
Sie nicken
Und neigen,
Und ficken
Und schweigen.
Und krachen dir auch die Weichen:
Geh hin und tue desgleichen!

 

V.l.n.r.: Otto Julius Bierbaum, Georg Schaumberg, Oskar Panizza, Michael Georg Conrad, Hanns von Gumppenberg, Julius Schaumberger (Archiv Monacensia)

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