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Seitenstechen [Call for Papers]

Redaktion: 

Die Herausgeber Joseph Felix Ernst & Philip Krömer suchen wieder Texte für die kommende Ausgabe der Literaturzeitschrift Seitenstechen. #1 widmete sich der Seefahrt, #2 der Dunklen Energie. #3 setzt nun ganz auf Menschliches und Allzumenschliches. Kleist legte es seiner Penthesilea in den Mund: »Küsse, Bisse, das reimt sich, und wer recht von Herzen liebt, kann schon das Eine für das Andre greifen.« Das aktuelle Thema entstammt René de Obaldias Flucht nach Waterloo und lautet:

»Menschenfresser der Liebe«

Menschenfresserei und Liebe, zwei auf den ersten Blick scheinbar unvereinbare Begriffe und dennoch für viele Liebende und Essende zwei Seiten derselben Medaille. Meyers Konversationslexikon aus dem 19. Jahrhundert macht die Überschneidung sichtbar:

»Anthropophagie (griech., »Menschenfresserei«, auch Kannibalismus, abgeleitet von dem menschenfressenden Stamm der Kariben, span. Canibals), die das natürliche Gefühl empörende Sitte mancher wilder Völker (nicht immer der rohesten), das Fleisch ihrer Nebenmenschen zu verzehren, wobei die verschiedenartigsten Beweggründe: Feinschmeckerei, religiöse Gründe, vorzüglich aber der Glaube, dass sie nur so den Feind ganz vernichten und seine Kräfte erben können, Hass, Rachsucht etc., mitwirkend sind.«

»Liebe, das Gefühl, welches ein erstrebenswertes Gut in den Lebewesen erregt, und das in der Vereinigung mit demselben, sei es als herrschendes oder dienendes Glied, seine Befriedigung findet. Die Eigenschaften, welche den Wunsch der Vereinigung, resp. des Besitzes erwecken, können von mancherlei Art sein, in äußern und innern, körperlichen und geistigen Vollkommenheiten, Schönheit, Kraft und in solchen Vorzügen bestehen, die der liebende Teil vielleicht umso mehr bewundert, je weniger er sie selbst besitzt.«

Gesucht werden  (bevorzugt unveröffentlichte) belletristische Texte oder Textauszüge, welche die genannten Phänomene auf die eine oder andere Weise verschmelzen, sie in Einklang oder Dissonanz bringen. Einschränkungen gibt es weder hinsichtlich des Genres noch der Textform (Lyrik, Prosa, Dialoge, dramatische Szenen, Visuelle Poesie, Emblematisches usw. – gerne auch illustriert). Der Umfang der Einreichung sollte sechs Standardmanuskriptseiten (ca. 10 000 Anschläge inkl. Leerzeichen) nicht überschreiten.

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