Fixpoetry

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Fix Zone

Text + Kritik N° 215

Redaktion: 

 

Es braucht die Unterstützung durch Gönner, um bestimmten Autoren, die vom Betrieb nicht gern wahrgenommen werden, das Schreiben zu ermöglichen. Einige leben mit ihrem Werk so verschattet, daß es eine Schande ist.
Die Zeitschrift Text + Kritik getraut sich da manches mehr, wo andere lieber im Hype baden, und rettet die Wahrnehmung so manchen deutschen Schriftstellers, der ganz individuell durch die Zeit findet.

Kaum ein Autor ist unter so vielen Klischees verschüttet wie Wolf Wondratschek. Ein Grund dafür sind die fragwürdigen Frauen- und Männerbilder in seinen Texten. Auch profitierte der zuerst im Umfeld der Studentenbewegung aufgetretene Lyriker und Prosaist kaum von der Popliteratur-Fixierung der Literaturwissenschaft, obwohl er mit „Chuck’s Zimmer“ einen einschlägigen Klassiker verbuchen kann.
Kaum ein anderer aber bietet auch so viel Gelegenheit, Stereotype zu hinterfragen und unentdeckte oder vernachlässigte Aspekte in den Blick zu nehmen: ausgefallene Selbstvermarktungsstrategien etwa, merkwürdige Genres wie die Autobiografie von Musikinstrumenten oder zu poetologischen Werkkommentaren umfunktionierte Porträts und Reportagen. All dies sind, ebenso wie Wondratscheks Beitrag zum ‚Neuen Hörspiel‘, Themen des Hefts.

Hans-Edwin Friedrich / Christoph Rauen (Hg.) : Heft 215 Wolf Wondratschek. Edition text + kritik

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