Fixpoetry

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Denkkultur

Redaktion: 

„Es gibt ein philosophisches Publikum, aber es gibt keine Bücher mehr, die Denkabenteuer versprechen. Die Autoren schielen auf Forschungsgelder statt auf neue Leser.“
Interessante Einwürfe zum Zustand der Denkkultur macht Jan Söffner in einem Essay in der NZZ:

„Der geforderte intellektuelle Stil ist damit ein anderer geworden. In der Zeit der Bücher war noch ein Schreiben der Ankündigung eines neuen Denkens, war ein Denken des Kommenden möglich – ein Schreiben des beinahe Unverständlichen, das den wenigen Verstehenden die Gelegenheit zu dem Bewusstsein gab, zu einer Avantgarde des Denkens zu gehören. Bücher, die ihre wahre Leserschaft erst in der Zukunft finden sollten, waren damals verlockend – heute sind sie unmöglich. Sie müssen stattdessen im Speed-Dating des intellektuellen Netzes, zu dessen Teil sie geworden sind, schon an der Oberfläche zugänglich sein, müssen zum Denken verführen können.“

Ist es das, der schielende Autor, auf den wir zusteuern? Einer, der alles und spzielles im Auge haben will und dann schielt. Der gremiengerecht schreibt und nischenkonform adressiert und sein Schreiben ausrechnet und die Bilder bemisst? FM

 

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