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Neue Lyrikkritik

Redaktion: 

 

 

Es gibt wieder neue Essays auf lyrikkritik.de – und zwar in der inzestbude:
zum einen einen Essay von mir (Frank Milautzcki) über den Zubringer Serendipität, falls das etwas mit Küssen zu tun hat und mit Squash, mit der Kunde vom Fund und brasilianischer Musik:

„Der Grundgeschehen der Serendipität betrifft eine Disziplin, die man mit dem Wortpaar Suchen und Finden eingrenzen kann: wer bereit ist zu finden, spart sich das Suchen und wird von Serendipität belohnt. Suchen als Aktivität weiß, was es will. Finden als Aktivität läßt sich überraschen. Diszipliniert dabei wird die eigene Erwartung, so daß die aufnehmende Struktur Freiheitsgrade gewinnt.“

Collage: Frank Milautzcki

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Zum anderen eine Polemik von Gerhard Falkner, die sich um das richtige Verständnis seiner Hölderlin Reparatur sorgt und in der Falkner (wie so gerne) fett und derb um die Ecke kommt:

„Nun ist wie gesagt die »avantgardistische Dichtung« zum Beispiel von Schmatz oder Czernin ein gefundenes Fressen für den maßlosen Bewegungszwang solcher »Gehirntiere« wie Mosebach oder Kiefer, weil ihnen diese Texte keinen inneren Widerstand entgegenstellen. Sie sind nirgends bindend, man kann sie mit einem Kochrezept, einer Paragraphensammlung oder einer Reparaturanleitung besprechen. Was sich daraus erhellt, ist immer der vermeintliche unfehlbare Gigant. Er kann in diesen Texten nach Belieben abhausen, und kein Gedanke oder keine Konstruktion wird je von ihm dafür Rechenschaft fordern.“

Daß man es nicht falsch versteht: es geht Falkner um die Totheit der Avantgarde und die nötige Ausrichtung der Arbeit an der Sprache, die heute eine andere sein muß, als gestern.

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