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Herweghs verfluchtes Weib

Redaktion: 

Cord Aschenbrenner bespricht in der NZZ  einen neuen Roman um das Leben  von Emma und Georg Herwegh und widmet sich dabei „der Frau des Dichters“:

„Die eine oder andere Zeile von ihm («Alle Räder stehen still, wenn Dein starker Arm es will») wird gelegentlich noch zitiert, aber eigentlich ist er vergessen, anders als sein Zeitgenosse und Konkurrent Heine. In Dirk Kurbjuweits historischem Roman spielt Georg Herwegh eine eher unrühmliche Rolle, den mässig sympathischen Ehemann einer tatkräftigen Frau. Sie, Emma, begleitet ihn, auch das revolutionär, bei dem Feldzug für die Demokratie, ermutigt ihn, stellt ihn bald in jeder Hinsicht in den Schatten. Zudem erweist er sich als Schuft. Aber man kommt an ihm nicht vorbei, will man von seiner Frau erzählen.“

Alles, was Emma tut, tut sie ganz. Ihre Heirat mit dem revolutionären Dichter Georg Herwegh ist ein Skandal. Sie, die Tochter aus gutem Hause, geht ins Paris von Marx und Heine. Sie reiht sich 1848 als einzige Frau in den bewaffneten Trupp, der die Revolution von Frankreich in die Heimat tragen soll. Doch als Herwegh sich unsterblich in Natalie verliebt, die Frau seines Genossen Alexander Herzen, wird das Programm der freien Liebe zu einem Kampf um Treue und Verrat. Packend, aus größter Nähe erzählt Dirk Kurbjuweit von einer Frau, die sich den Vorurteilen ihrer Zeit nicht beugt. Er macht uns Emma zu unserer Zeitgenossin, eine Frau, die beides will, die ganze Freiheit und das ganz persönliche Glück.

Dirk Kurbjuweit: Die Freiheit der Emma Herwegh. Roman. Carl-Hanser-Verlag, München 2017.

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