Fixpoetry

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wöduntagong

Redaktion: 

Michael Stavaric begibt sich auf die Spuren von Helmut Qualtinger und H.C. Artmann. In 84 kurzen, in Mundarten verfassten Gedichten bringt der sprachwandlungs- fähige Autor dem Leser die Wiener Seele näher – gespickt mit morbidem Charme und groteskem Humor. Stavarics thematischer Streifzug durch die Lebenswelt des Original-Wieners führt die Leser quer durch den Volksgarten, den Prater, vorbei an der alten Donau, an Fiakern und Heurigen, um schließlich am Wiener Zentralfriedhof dem »wöduntagong« doch noch zuvorzukommen.

Der Gedichtband »in an schwoazzn kittl gwicklt« interpretiert österreichische Dialekte neu und beleuchtet gleichzeitig die vielen Aspekte von Dichtung. So findet sich unter jedem Gedicht auch dessen Übersetzung ins Hochdeutsche – die all jenen, die dem Österreichischen nicht mächtig sind, das Tor zur Wiener Seele zumindest ein Stück weit zu öffnen vermag.
 

waun d wöd amoi unta get
mechat i genau wissen wo i laund

gustirn wor i nailich am zendralfridhof
hob gschaut wos no a guats platzl gibt
und in wöche ekn i liaba net mog
do gabats anige

 

Michael Stavaric: in an schwoazzn kittl gwicklt. Gedichte. Czernin Verlag, 2017.

*

Dazu ein kleiner Tip (FM – „Igonsong Osiwü“):
Auch vor kurzem erschienen:
Harald Havas: Besoffen – Deutsch. Ein Wiener Sprachführer. Holzbaumverlag.

Lesenswerte Leseprobe

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