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Neuer Literaturpreis [WORTMELDUNGEN]

Redaktion: 

WORTMELDUNGEN – Literarisch schreiben. Kritisch verorten.

Die in Frankfurt am Main ansässige Crespo Foundation hat einen neuen Literaturpreis ins Leben gerufen. Der mit 35.000 Euro dotierte, jährlich verliehene Preis WORTMELDUNGEN – Literarisch schreiben. Kritisch verorten. zeichnet herausragende kurze literarische Texte aus, die sich mit gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit auseinandersetzen.

Literatur ist ein Seismograph gesellschaftlicher Entwicklungen. Sie gibt wichtige Impulse für eine differenzierte Auseinandersetzung mit aktuellen Themen, die wegen ihrer Komplexität wortsensibel behandelt werden sollten - umso mehr in Zeiten des Populismus.

„Es ist uns schon lange ein Anliegen, Literatur auszuzeichnen und zu fördern, die sich gesellschaftsrelevant und kritisch verortet. Unsere Zeit hält so viele Herausforderungen bereit:  Fluchtbewegungen, Kriege, aber auch eine zunehmende soziale Verunsicherung und die Zunahme von Armut. Gleichzeitig beobachten wir, dass die Sprache im politisch-medialen Umgang mit diesen Themen verknappt und in Schlagzeilen daherkommt. Dabei ist es so wichtig, dass gerade die Komplexität solcher Phänomene in den Fokus rückt. Und wer wäre hier geeigneter als AutorInnen  und ihre Texte, um dieses Desiderat anzugehen. Deshalb haben wir uns entschlossen, einen Preis und ein zugehöriges Förderprogramm ins Leben zu rufen, das herausragende Texte zeitgenössischer AutorInnen würdigt, gesellschaftsrelevantes kritisches Schreiben fördert sowie einen interdisziplinären Diskurs anstößt“

so die Stifterin Ulrike Crespo.

VerlegerInnen und LektorInnen, LiteraturagentInnen, KritikerInnen und LiteraturvermittlerInnen können noch bis Ende September kurze  deutschsprachige Texte (Essays, Reden, kurze Prosa, Erzählungen) einreichen, die sich literarisch mit relevanten gesellschaftspolitischen Themen auseinandersetzen.

Eine interdisziplinär besetzte siebenköpfige Jury mit Vertretern aus den Bereichen  Literaturkritik, Kunst, Soziologie, Philosophie und Journalismus wählt aus allen Vorschlägen einen Text aus, der sich ästhetisch wie inhaltlich in herausragender Weise mit einem gesellschaftspolitisch „brennenden“ Thema unserer Zeit auseinandersetzt.

Der/die PreisträgerIn wird am 5.Dezember 2017 verkündet und erhält im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Mai 2018 im Schauspiel Frankfurt den mit 35.000 Euro dotierten Preis und eine öffentliche Bühne, um den Text und seine Positionen im Austausch mit interessanten Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik, Ökonomie, Soziologie und Kultur zu diskutieren.

Der/die PreisträgerIn formuliert im Anschluss eine These oder Fragestellung zum Thema des ausgezeichneten Textes. Diese ist der Ausgangspunkt für die Ausschreibung eines Förderprogramms für NachwuchsautorInnen, die Lust haben, sich literarisch mit dem Thema und den inhaltlichen Positionen auseinanderzusetzen, Differenzierungen vorzunehmen, Positionen zu untermauern oder ihnen zu widersprechen, und sich mit einem kurzen Text ( Essays, Reden, kurze Prosa, Erzählungen) für den Förderpreis zu bewerben. Eine mit LiteraturkritikerInnen und dem/der PreisträgerIn besetzte Jury wählt bis zu drei Texte aus, deren AutorInnen mit Förderpreisen in Höhe von insgesamt 15.000 Euro erhalten. Parallel dazu werden ausgewählte Texte online veröffentlicht und können dort diskutiert werden.

Weitere Informationen zum Preis unter www.wortmeldungen.org

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