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Kazantzakis’ Odyssee

Redaktion: 

Am 01.12.2017 präsentiert der Elfenbein Verlag im Kaminzimmer des Literaturhauses Berlin die Neuauflage von Nikos Kazantzakis’ Übersetzung der Odyssee. Der Lyriker Thanassis Lambrou (im Elfenbein Verlag erschienen die Bände „Labyrinth“ und „Meditation“) wird zu Kazantzakis’ Leben und Werk sprechen. Der Schauspieler Frank Arnold wird ausgewählte Stellen lesen.

Nikos Kazantzakis‘ dichterisches Hauptwerk, die 33.333 Verse seiner Odyssee von 1938, worin Odysseus‘ neue Abenteuer erzählt werden, ist umfangreicher als »Ilias« und »Odyssee« zusammen. Kazantzakis‘ Odysseus gelangt über Sparta, Kreta, Ägypten und Zentralafrika bis zum Südpol, wo er die absolute Freiheit zu finden vermeint. Diesen Odysseus kann nichts halten. Er ist maßlos und grausam, missachtet alle Grenzen, er ist der universale Mensch der Moderne, der ohne Rechtfertigung und ohne religiöse Bindung sein Leben lebt.

Nikos Kazantzakis (1883-1957), als Sohn eines Gutsbesitzers geboren, studierte Jura in Athen und Philosophie in Paris. In den 1920er Jahren lebte er eine Zeitlang in Berlin. Neben der »Odyssee« verfasste er Tragödien und übersetzte Dantes »Göttli­che Komödie« sowie Goethes »Faust I« ins Griechische. International bekannt wurde er aber durch seine Romane: »Alexis Sorbas« (1946) und »Die letzte Versuchung« (1951), der auf den Index der Verbotenen Bücher des Vatikans gelangte.

Die 1973 von Gustav A. Conradi in deutsche Verse gebrachte »Odyssee« war jahrzehntelang vergriffen. Sie ist jetzt – zum 60. Todestag des Dichters – komplett durchgesehen in einer zweisprachigen Ausgabe im Elfenbein Verlag erschienen.

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