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Redaktion: 

Der ewige Molch (aus "Hier spricht der Dichter", 1985) © Robert Gernhardt

Am 13. Dezember 2017 wäre Robert Gernhardt 80 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass präsentiert das Caricatura Museum Frankfurt eine Werkschau, die das satirische Schaffen Robert Gernhardts in seiner ganzen Vielfalt zeigt.

 Robert Gernhardt (1937-2006) lebte als Zeichner und Maler, Lyriker, Schriftsteller und Drehbuchautor in Frankfurt am Main. Er kam  1964 zusammen mit seinem Studienkollegen F.W. Bernstein nach Frankfurt, um für das neu gegründete Satiremagazin pardon zu schreiben und zu zeichnen. Zusammen mit F.K. Waechter schufen sie dort die äußerst beliebte Nonsens-Beilage „Welt im Spiegel“, welche bis 1976 wunderbarste Zeitungsparodie mit Texten, Rätselspielen, Comics und Zeichnungen bot.

Bei pardon fanden diejenigen Zeichner und Autoren zusammen, die wir heute als „Neue Frankfurter Schule“ kennen und die als Wegbereiter eines neuen Komikverständnisses in Deutschland gelten. Robert Gernhardt wird dabei von den Kollegen die  Rolle des „Schuldirektors“ (Eckhard Henscheid), „Klassenprimus“ (Hans Traxler) oder auch „Supergurus“ (F.K. Waechter) zugeschrieben.

Gemeinsam mit Peter Knorr schrieb Gernhardt ab 1971 Sketche und eigene Serien fürs Radio. Bernd Eilert stieß bald dazu, und das Autoren-Trio „GEK-Gruppe“ war geboren. Dieses verantwortete später u.a. die TV-Comedy-Schau „Dr. Muffels Telebrause“ und zahlreiche Texte und Drehbücher für den Komiker Otto Waalkes.

1979 gehörte Robert Gernhardt zu den Mitbegründern des endgültigen Satiremagazins Titanic, welches bis heute seinen Sitz in Frankfurt hat.

Robert Gernhardt war ein Meister der Bildergeschichten und –gedichte, in bester Wilhelm-Busch-Tradition. Seit den 1970er Jahren veröffentlichte er zudem unzählige Bücher mit Cartoons, Geschichten, humortheoretischen Essays und Gedichten. Im Laufe der 1990er Jahre wurde Robert Gernhardt endlich auch vom Feuilleton zunehmend als Lyriker geschätzt und gilt heute als einer der wichtigsten zeitgenössischen Dichter deutscher Sprache.

 Die Ausstellung läuft seit dem 15. Dezember 2017 bis zum 15. April 2018.

 

 

 

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