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Mondrian-Musik

Redaktion: 

Bild: Hermann Meier_Diagramm 20.4.1979 (Ausschnitt) (Quelle: Kunstmuseum Solothurn)

Die graphischen Welten des Komponisten Hermann Meier – eine Ausstellung im Graphischen Kabinett des Kunstmuseums Solothurn noch bis zum  04.02.2018.

Der Solothurner Komponist Hermann Meier (1906–2002) verfolgte in seinem Schaffen visionäre musikalische Ideen. Besondere Anregungen erhielt er in der Beschäftigung mit der zeitgenössischen Malerei und Architektur. Meier träumte von einer „Mondrian-Musik“, einem „Musizieren mit fertigen Flächen“, einer „Architektonik mit Rechtecksfeldern“. Er wollte die neue Musik nicht mehr nur auf Notenpapier in konventioneller Notenschrift entwerfen, sondern sie zeichnen, legen und schichten. So schuf Meier grossformatige, oft farbenreiche Kompositionspläne, die er nachher „vertonte“. Die graphischen Vorstellungen, die eine Nähe zur Malerei der konkreten Kunst spiegeln, radikalisierten sein Komponieren. In einer späten Schaffensphase konzipierte Meier ausschliesslich Pläne für elektronische Musik. Die Ausstellung zeigt viele von Meiers Kompositionsplänen erstmals öffentlich. Neben einer repräsentativen Auswahl aus diesen bildhaften Notationen sind weitere Dokumente aus Meiers Nachlass sowie graphische Partituren anderer Komponisten zu sehen, u.a. das legendäre Werk December 1952 von Earle Brown (1926–2002).

Der Katalog zur Ausstellung erschien im Chronos Verlag.

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