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Sammeln und Finden

Redaktion: 

  Collage von Gloria Brand, ohne Titel. © Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Foto: Daniel Rettig

Sammeln und Finden. Dekonstruktion und Rekombination von Alltagsmaterialien. Papier in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen. Dies sind wesentliche Merkmale der Collage. Eine experimentelle und offene Herangehensweise ermöglicht die Durchdringung von Kunst und Wirklichkeit und ihre Wahrnehmung unter neuen Aspekten.

Vor zwei Jahren wurde dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck die umfangreiche Schenkung des Mainzer Sammlers Gerhard Meerwein von nahezu 400 Collagen übergeben. Die Sammlungspräsentation Erster Ausschnitt bot hierzu einen Überblick, konzentrierte sich auf die Persönlichkeit des Sammlers und bildete thematische Schwerpunkte der Sammlung ab. Diese hatte der Architekt, Innenarchitekt und emeritierte Professor für »Farbe im Raum« der Hochschule Mainz über fast vier Jahrzehnte zusammengetragen.

Der nun ausgestellte Zweite Ausschnitt lenkt nun den Blick auf die Beziehung Gerhard Meerweins zu einzelnen Künstlerinnen und Künstlern und hebt damit Positionen aus der räumlichen und persönlichen Nähe des Sammlers hervor. Dabei spielt die enge Verbundenheit zu Rheinland-Pfalz eine bedeutende Rolle – im Besonderen der über Jahre fortwährende, intensive Austausch mit den befreundeten Künstlerinnen und Künstlern.

»Aus direkten Käufen entstanden verschiedentlich Freundschaften und intensive Bekanntschaften. In solchen Fällen ergab sich auch, dass über Jahre immer wieder Arbeiten aus aktuellen Werkgruppen erworben wurden, sodass verschiedene Ausdrucksformen aus einem Werk vertreten sind.« Gerhard Meerwein

Diese Beziehung zwischen Künstler und Sammler sowie den Umgang mit dem Medium Collage spiegeln die zeitgenössischen Positionen von Gloria Brand (*1943), Sara Focke-Levin (*1963), Jürgen Möbius (*1939), Jürgen O. Olbrich (*1955) und Paul Stein (1949-2004) auf unterschiedliche Weise. Den ausgewählten Positionen aus der Sammlung werden gewidmete Einladungskarten, Mail Art und private Korrespondenz sowie begleitende Kataloge und Buchobjekte zur Seite gestellt. Diese stammen aus der parallel zur Sammlung gewachsenen und ebenfalls dem Museum gestifteten Bibliothek Meerwein. Sie vermitteln einen tiefergehenden Einblick in das Œuvre der beteiligten Künstlerinnen und Künstler.

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