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Die besten Lyrikdebüts des Jahres 2017

Redaktion: 

22. Februar 2018 | 19.00 Uhr | Haus für Poesie | Kulturbrauerei Knaackstr. 97, 10435 Berlin

Lesung und Gespräch mit den Autorinnen und dem Autor Judith Hennemann Frankfurt am Main | Felix Schiller Berlin und Sibylla Vričić Hausmann Leipzig sowie mit Texten von Ilse Helbich Schönberg am Kamp und Wien | Moderation: Beate Tröger Literaturkritikerin, Frankfurt am Main

Die Literaturkritikerin Beate Tröger stellt die für sie besten Lyrikdebüts des Jahres 2017 vor.

In Sibylla Vričić Hausmanns (geb. 1979 in Wolfsburg) Debüt 3 Falter (poetenladen verlag 2017) geht es um die „instabilen Zu­ stände des Begehrens“ (Michael Braun). Hausmanns Texte über das dunkle Verlangen, über Falter und Dreifaltigkeit sind geprägt von Begegnungen mit Unica Zürn und Maria Sibylla Merian.

Ilse Helbichs (geb. 1923 in Wien) Buch Im Gehen (Droschl Verlag 2017) ist das späte Lyrikdebüt einer 94­jährigen Autorin, die mit Prosa bekannt wurde. Es versammelt Gedichte aus vier Jahrzehnten, die sprachlich mit dem Nötigsten auskommen, um das Unwiederbringliche des Vergangenen zu beschwören.

In Judith Henne­manns (geb. 1975 in Papenberg/Ems) Band Bauplan für etwas anderes (axel dielmann­verlag 2017) gibt es Kampfdrohnen, Leitfossile und Feld­ spatstrände. Es sind „agile Kompositionen“ (fixpoetry), die kühn und eigenwillig am Rand des Fachsprachlichen operieren.

Felix Schiller (geb.1986 in Weißenburg in Bayern) folgt in seinem Debüt regionale konflikte (hochroth Verlag 2017) der Tradition eines politischen Schreibens. In dem Langgedicht in 29 Teilen bindet er die vielfachen Auswirkungen politischer Verwerfungen im europäischen Raum in ein streng ästhetisches Programm zwischen Suada und Litanei.

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