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Wie Dauthendey starb

Redaktion: 

© privat (Quelle: lettrétage)  

Wie Dauthendey starb – das ist eine Performance mit Friedrich Kröhnke am Mittwoch, den 11. April 2018 20:00 Uhr in der Lettrétage.– und das sind fiktive Ausschnitte von Vorlesungen eines Dozenten namens Kröck über den deutschen Dichter und Reiseschriftsteller Max Dauthendey (1865-1918) und wie sich diese Vorträge zu einem wuchernden Gedankendschungel auswachsen. Ein radikaler und mitunter überaus komischer Parforceritt auf den Spuren eines Fernwehpoeten wie Kröhnke selbst!

Der tragische Tod Dauthendeys vor 100 Jahren kurz vor dem Ende des Ersten Weltkriegs 1918 als internierter "Feind" auf Java soll den Kern von Kröcks Vorträgen bilden. Und so dringt der in Dauthendeys letzte Lebensjahre ein und gibt ein sensibles Porträt des zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Schriftstellers: seine Reisen und die farbenfrohe Poetik, seine Krankheit und Leidenszeit in der Ferne und insbesondere die Sehnsucht nach seiner geliebten Frau Annie.
Doch je mehr Kröck erzählt, desto mehr entgleitet ihm die Kontrolle über die Vorlesung und sein Skript. Seine eigenen Themen umkreisend verliert Kröck sich mehr und mehr und vollzieht eine überraschend schmerzliche Selbstentblößung.

Friedrich Kröhnke, geboren 1956 in Darmstadt, wollte schon als  Kind Schriftsteller werden. Politischer Bekenntnisdrang als Rebell und Trotzkist und provozierende Selbstdarstellung in erotischer Orientierung kennzeichnen viele der frühen Veröffentlichungen, oft als Ergebnis exzessiver Reisen in alle Teile der Welt. Zugleich aber zelebriert er eine subtile Distanz - ein sprachliches Vergnügen.

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