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»Eccentric Values after Eisenstein«

Redaktion: 

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
»Eccentric Values after Eisenstein«
Freitag, 20. April, 19 Uhr
ESPACE DIAPHANES
Dresdener Str. 118, 10999 Berlin

Kuratiert von Marie Rebecchi (Paris) und Elena Vogman (Berlin) in Zusammenarbeit mit Till Gathmann (Berlin)

Körper produzieren Werte, indem sie eine komplexe Ökonomie materialisieren, welche die rein funktionale Einheit ihrer Teile überschreitet. Das Werk des Sowjetischen Filmregisseurs und Theoretikers Sergej Eisenstein ist von dem stetigen Versuch durchzogen, diese Ausdrucksmanifestationen zu konstruieren, sie aufzuzeichnen und zu analysieren. »Ex-stasis« bedeutete für ihn buchstäblich »aus sich auszutreten«, »seine unmittelbare Position zu verlassen«.

Ausgehend von seinem unvollendeten »Kapital«-Projekt (1927–1928), das Marx’ »Kritik der politischen Ökonomie« mittels Joyces »innerem Monolog« zu verwirklichen suchte, zeigt die Ausstellung drei weitere Fragment gebliebene Filmprojekte aus Eisensteins Archiven: Que viva Mexico! (1931–1932), Bezhin Wiese (1935–1937) und Fergana Kanal (1939).

Diese Projekte lassen sich auf einen anthropologischen Ansatz ein, in dem Wert zu einem Medium kritischer Erfahrung wird, zu einer Kraft statt einer Norm. In dieser neuen Perspektive erscheint Eisensteins Werk selbst als ein rastloser Prozess der Dezentrierung, als ein experimentelles und grenzenloses Prisma exzentrischer Werte.

Die Ausstellung zeigt Manuskripte, Zeichnungen und Filmaterial Eisensteins sowie Werke von Tanja Efrussi, Clemens von Wedemeyer, Jean Painlevé et al.
Die Ausstellungseröffnung beginnt mit einer Einführung und Statements von Antonio Somaini, Eka Tewes, Anselm Franke, Gal Kirn, Clemens von Wedemeyer und anderen.

Öffnungszeiten der Ausstellung: 21. April bis 25. May, Mi–Fr 14–18, Sa 12–16 Uhr

 

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