Fixpoetry

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Seitenweise Knotek

Redaktion: 

Anatol, mein liebster „Konkreter“, hat ein ungewöhnliches Buch herausgebracht & Günter Vallaster bespricht es für das Wiener Literaturhaus so:

„Der Konzeptkünstler Heinz Gappmayr erzählte gerne die Anekdote, dass die Österreichische Nationalbibliothek einmal eines seiner Bücher nicht in ihren Bestand aufnehmen wollte: "Da steht ja nix drin." "Das muss ein Fehler sein." Das Buch bestand aus leeren Seiten. In dieser Lesegewohnheiten radikal und ironisch hinterfragenden und Sprach- und Buchkonventionen aufbrechenden Richtung ist auch Anatol Knoteks "Buch mit den Seiten" anzusiedeln, das im engagierten Ulmer Verlag Topalian & Milani als bibliophil und individuell gestalteter Prachtband vorliegt. Mit einer enormen Bandbreite an Ausdrucksformen und einer hohen Produktivität, die mit viel Witz und Einfallsreichtum Arbeiten am laufenden Band zutage bringen lässt, hat sich der Wiener Anatol Knotek im Laufe der Jahre als fixe Größe der weltweiten visuellen und konzeptuellen Poesie etabliert, u.a. mit vielen tausend Followern und Abonnenten auf Twitter und Instagram, was nicht so einfach ist, wird doch die visuelle Poesie in der öffentlichen Wahrnehmung oft zwischen die Stühle Literatur und bildende Kunst gesetzt: Für die Literaturwelt zu bildnerisch, für die bildende Kunst zu literarisch. Die transmediale Brückenfunktion wird nicht immer gesehen und gewürdigt. Visuelle und konzeptuelle Poesie kann aber sowohl in Galerien ausgestellt als auch performativ vorgetragen werden.“

Anatol Knotek: DAS BUCH MIT DEN SEITEN. Topalian & Milani 2018.

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