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Wolkengebürtig

Redaktion: 

Hans Jean Arp: »ich bin in einer wolke geboren« | »je suis né dans un nuage«. Gedichte / Poèmes
Hg. von Christian Luckscheiter und Hansgeorg Schmidt-Bergmann im Auftrag der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe. Mitteldeutscher Verlag, 2018.

Diese Auswahl aus dem lyrischen Werk von Hans Jean Arp (1886–1966) bietet einen repräsentativen Querschnitt aus seinen deutschen und französischen Gedichten. Der bildende Künstler, der im Elsass zweisprachig aufwuchs, begann früh zu schreiben. Sein erstes Gedicht in elsässischer Mundart veröffentlichte er 1903. Nach seiner Ausbildung an den Kunstakademien in Straßburg und Weimar zählte man ihn seit 1912 zum Umkreis des »Blauen Reiters«. 1914 ging Arp nach Paris und traf dort Max Ernst und Pablo Picasso, die Schriftsteller Apollinaire und Max Jacob. 1917 traf Arp auf Hugo Ball und Tristan Tzara in Zürich, wo sie dann gemeinsam Dada auf die Welt brachten. 1920 erschien der Gedichtband »Wolkenpumpe«. Bis zu seinem Lebensende veröffentlichte Arp seine Gedichte in deutscher und französischer Sprache und hatte damit großen Einfluss u. a. auf die konkrete Poesie der fünfziger Jahre.
Mit Hans Jean Arp wird eine Reihe im Auftrag der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe mit elsässischen Dichtern des frühen 20. Jahrhunderts fortgesetzt. Bisher sind zwei Bände mit Texten von René Schickele – »Das Wort hat einen neuen Sinn« (2014) – und Ernst Stadler – »Denn der Zukunft dient alle wahre Kunst« (2016) – erschienen.

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