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Ängst is now

Redaktion: 

Die erste Literaturkonferenz zur Erosion des Demokratischen ging am Sonntag mit etwa 200 Teilnehmenden in Berlin zu Ende. Verortet wurde die Verantwortung von Kunst und Literatur angesichts der politischen Instrumentalisierung von Sprache.

Von 14. bis 17. Juni 2018 fand unter Beteiligung von rund 200 Teilnehmenden im Ballhaus Ost Berlin die Literaturkonferenz „Ängst is now a Weltanschauung“ statt. Im Zeitraum von 4 Tagen diskutierten auf Einladung des Autor*innenkollektivs Nazis & Goldmund (Jörg Albrecht, Thomas Arzt, Sandra Gugić, Thomas Köck und Gerhild Steinbuch)  Autor*innen, Künstler*innen unterschiedlicher Disziplinen und interessiertes Publikum über die Erosion des Demokratischen und die Verantwortung von Kunst und Literatur. Neben Vorträgen und Reden von Jagoda Marinić, Fiston Mwanza Mujila, Kathrin Röggla und Tarik Tesfu, Konzerten von Nene Hatun und b.fleischmann, stand vor allem eines auf der Agenda: einen Reflexionsraum zu schaffen.

Ausgehend von der titelgebenden Diagnose, der politischen Instrumentalisierung von Sprache, wurden in verschiedenen Arbeitsgruppen Strategien gegen rechtes Denken und Handeln entwickelt. Um sich die Stimme nicht nehmen zu lassen, wurden in einer ersten Gruppe die Diversität und Polyphonie von Literatur bekräftigt. Eine weitere Gruppe beschäftigte sich damit, in Allianzen neue Begriffe in den gesellschaftlichen Diskurs zu bringen und so kollektiv die Themen wieder zu verschieben. In der dritten Arbeitsgruppe wurde der Versuch unternommen, den Begriff Heimat mit dem Begriff Europa zu konfrontieren.

Die Konferenz versteht sich als Startpunkt neuer künstlerischer Kompliz*innenschaften und Allianzen. Sie hat gezeigt, dass die Kunst an die Stelle einer empathielosen Politik der Ängst treten will und muss.

 

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