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Archäologie des Alltäglichen

Redaktion: 

Neu bei Hantje Cantz: Das international anerkannte Künstlerkollektiv Slavs and Tatars widmet sich dem als Eurasien bekannten Gebiet von der ehemaligen Berliner Mauer bis zur Chinesischen Mauer. Als »Archäologen des Alltäglichen«, wie sie sich nennen, beschäftigt sie das Zusammenspiel von Religion, Macht, Sprache und Identität. In Büchern, Ausstellungen und Performances untersuchen sie Mentalitäten, Mythen, Traditionen und Übergänge und kombinieren wissenschaftliche Forschung mit Polemik und schlichtem Humor.

Wripped Scripped führt die Untersuchung des Kollektivs von Alphabeten als politische und affektbetonte Plattform fort. Während die Einführung neuer Alphabete oftmals mit dem Aufstieg und Fall von Imperien einherging, sind die Künstler weniger mit der Befreiung von Völkern und Nationen als der von Klängen und Buchstaben befasst. Das Buch befasst sich unter anderem mit dem Phonem [kh] als heiligem Laut im hebräischen, arabischen und kyrillischen Alphabet, der Beziehung Deutschlands zum Orientalismus mittels des Tetragraphen [dsch] und dem Zusammenhang von nasalen Phonemen und der Konstruktion polnischer und türkischer Identitäten.

Das Buch ist erschienen als Begleitpublikation zur aktuellen Ausstellung im Albertinum (Kunsthalle im Lipsiusbau), Staatliche Kunstsammlungen Dresden, 2.6.–14.10.2018.

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