Fix Zone

Das Ideal des Kaputten

Redaktion: 

Beachtenswerte Neuerscheinung bei ça ira:
In einem nun vorliegenden Band, der als erläuterndes Nachwort einen Essay von Carl Freytag enthält, finden sich fünf Erzählungen von Alfred Sohn-Rethel, die sich der Konfrontation des Menschen mit der Natur verdanken: in Gestalt nicht völlig domestizierter Tiere (ein Esel, zwei Ratten, ein Elefant), der Urgewalt des Vesuvs und der sanften, aber unaufhaltsamen Verrottung der Dinge, die von der synthetischen Gesellschaft als Waren hervorgebracht wurden.

Alfred Sohn-Rethel, der sich selbst der Kritischen Theorie zurechnete, war nicht nur Kritiker der politischen Ökonomie und des deutschen Nazifaschismus. Zeitlebens beschäftigte ihn die eine Frage: Wie ist gesellschaftliche Synthesis qua Warentausch möglich?

Sohn Rethel verfasste über die wissenschaftlichen Arbeiten hinaus zudem Kurzgeschichten, die nicht nur literarische Qualität besitzen, sondern auch in enger Beziehung zu seinen erkenntniskritischen Arbeiten stehen, die der Öffentlichkeit unter anderem durch die Veröffentlichung von Geistige und Körperliche Arbeit (1970) zugänglich gemacht wurden und für kontroverse Diskussionen und einige intellektuelle Erschütterungen sorgten.

In dem vorliegenden Band, der als erläuterndes Nachwort einen Essay von Carl Freytag enthält, finden sich fünf Erzählungen von Alfred Sohn-Rethel, die sich der Konfrontation des Menschen mit der Natur verdanken: in Gestalt nicht völlig domestizierter Tiere (ein Esel, zwei Ratten, ein Elefant), der Urgewalt des Vesuvs und der sanften, aber unaufhaltsamen Verrottung der Dinge, die von der synthetischen Gesellschaft als Waren hervorgebracht wurden. Drei der Geschichten spielen im Neapel der 1920er Jahre, zwei in der Nachkriegszeit in Großbritannien, wo Sohn-Rethel nach seiner Emigration im Jahr 1936 lebte, bis er in den 1970er Jahren wieder nach Deutschland zurückkehrte und an der Universität forschen und lehren konnte.

Leseprobe

Alfred Sohn-Rethel: Das Ideal des Kaputten. Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Carl Freytag. ça iraVerlag, Juni 2018.

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