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Redaktion: 

Uchenna Capelleveen alias Megaloh (Quelle: BR2)

Katarina Agathos, Chefdramaturgin des Bayerischen Rundfunks für Hörspiel/Dokumentation/Medienkunst:  „Die Zeit ist buchstabengenau und allbarmherzig“, mit dieser Zeile beendet Hölderlin einen Brief an seine Mutter. Der „Sufi der deutschen Literatur“ – so bezeichnet von Regisseur Klaus Buhlert - schrieb den Brief aus seinem Tübinger Turmzimmer heraus, in dem er fast vierzig Jahre lebte. „Eine Zeit der Umnachtung, die gleichwohl noch einige der hellsichtigsten Verse deutscher Sprache hervorgebracht hat“, so Buhlert, der für „Hölderlin. Geschichte einer Abschiebung“ Gedichte und Briefe an die Mutter als Textgrundlage nimmt und diese mit Uchenna Capelleveen alias Megaloh, einem deutschen Rapper niederländisch-nigerianischer Herkunft, einer mündlichen Prüfung unterzieht. Besonders spannend finde ich an diesem Hörspiel, wie die Themen Entmündigung und Sprachermächtigung in dieser Versuchsanordnung neu kontextualisiert werden.“
Die Ursendung des  Hörspiels lief bereits am Freitag um 21:05 Uhr auf Bayern 2 oder aber ist auch online im Hörspielpool nachzuhören.

Mit Jens Harzer, Bibiana Beglau, Felix Goeser und Uchenna van Capellenveen / Musik und Regie: Klaus Buhlert.

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