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Roths Spuren

Redaktion: 

Noch bis 29.08.2018 läuft eine Ausstellung im Literaturhaus Wien mit „Spuren“ von Gerhard Roth.

Mit ihm hat sich ein bedeutender Autor der Gegenwart auch intensiv mit Fotografie auseinandergesetzt. Verlagstext: „In seinen aktuellen digitalen Bildern erforscht Gerhard Roth die Mikrostrukturen des Lebens in der Peripherie: Rinde, Rost, Schimmel, Eis, Holz, Pilze, ein alter Eisenbahnwaggon und noch vieles mehr: Diese neuen Bilder sind aus extremer Nähe aufgenommen und bisweilen am Computer nachbearbeitet. Sie geben die Oberflächenstrukturen der Dinge wieder, durch die Fokussierung auf das Detail wird das Bekannte und Konkrete abstrakt. Die ausschnitthafte, intensivierte Realität kündet vom Sich-Auflösen der Form, erinnert an sinnliche Farblandschaften aus der bildenden Kunst. Der Fotograf Gerhard Roth macht die Schönheit im Alltäglichen sichtbar, seine Bilder bleiben – ebenso wie Lyrik – mehrdeutig: Sinnsuche in der Welt des Kleinen, des Unvollkommenen und Fragmentarischen.“

Zur Ausstellung erschien bei Residenz der Fotoband Gerhard Roth: Spuren herausgegeben von Daniela Bartens und Martin Behr.

Im Interview in dem Band sagt Gerhard Roth: "Die Wirklichkeit ist für Menschenaugen und Menschengehirne unendlich groß, sie umfasst nicht nur das mikroskopisch kleine, sondern auch das makroskopisch große Universum. Ein Fotograf hat daher unendliche Auswahlmöglichkeiten, vom Naheliegendsten bis zum Entferntesten. Zur Wirklichkeit gehört aber auch das für die Wahrnehmung Unsichtbare, z. B. Gedanken im Kopf. [...] Die Aufnahmen und die Arbeit an den Fotografien sind auch der Versuch, 'Unbedeutendes' sichtbar zu machen."

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