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Dichter und Abenteurer - Blaise Cendrars

Redaktion: 

Blaise Cendrars - Still aus dem Film (Quelle: Arte)

Am Mi, den 26. September um 21:50 Uhr auf arte (und am link derzeit online zu sehen)  – ein Filmportrait über den  Dichter und Abenteurer - Blaise Cendrars.
Der Schweizer Schriftsteller und Dichter Blaise Cendrars zog 1914 als Freiwilliger in den Ersten Weltkrieg und verlor seinen rechten Arm. Er war mit Apollinaire, Satie, Modigliani, Braque, Picasso und Léger befreundet und assistierte Abel Gance bei seinem Film „J’accuse“ („Ich klage an“). Daneben war er Tierfilmautor, Weltenbummler, Abenteurer, erfolgreicher Schriftsteller und ein großartiger Reporter. Er wurde vor allem durch seine Werke „Die Prosa von der Transsibirischen Eisenbahn und der Kleinen Jehanne von Frankreich“, „Moloch. Das Leben des Moravagine“ und „Die Signatur des Feuers“ bekannt. Sein weltweit gefeierter Roman „Gold. Die fabelhafte Geschichte des Generals Johann August Suter“ wurde 1925 veröffentlicht und handelt vom Leben des einst reichsten Mannes der Welt, der durch den Goldrausch in Kalifornien ruiniert wurde.

Mit einem Zusammenschnitt imaginärer Bilder und Metaphern, die an Dsiga Wertows „Der Mann mit der Kamera“ erinnern, zeichnet Jean-Michel Meurice das Leben des Hasardeurs und Literaten Cendrars nach, so wie er es selbst in mehreren Radiointerviews dargestellt hatte. 1905 machte Cendrars sich nach Russland auf und arbeitete für einen Juwelenhändler; 1911 zog er weiter nach New York, wo er die künstlerische Avantgarde für sich entdeckte und mit seinem Werk „Ostern in New York“ den Grundstein der modernen Poesie legte. Die Dokumentation begleitet ihn in die Kreise der Pariser Bohème der ausklingenden Belle Epoque, mit Modigliani, Apollinaire und Delaunay, in die Schützengräben des Ersten Weltkriegs, zu den Dreharbeiten von „J‘accuse“ und „La Roue“ mit Abel Gance, während des Goldrauschs und bei der Jagd in Brasilien bis hin nach Hollywood zur Verfilmung seines Romans „Gold“. Ob all diese Begebenheiten wahr sind, spielt keine Rolle: Eine Geschichte muss wie das Leben sein, um zu begeistern.

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