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Rim Bannas letztes Werk

Redaktion: 

„Rim Banna war mit Sicherheit die populärste palästinensische Sängerin, Songschreiberin, Komponistin und Friedensaktivistin. Sie wurde am 8. Dezember 1966 in Nazareth geboren und verstarb im März 2018 an den Folgen einer Krebserkrankung. Banna debütierte 1985 mit "Jafra". "Voice Of Resistance" ist ihr 13. Soloalbum.“ (Indigo)

Michael Scheiner schreibt in der Jazzzeitung über das Album, es „… sollte auf den medizinischen Daten ihrer eigenen Röntgen- und Tomographie-Bilder basieren, die Checkpoint 303 in Töne umzuwandeln gedachten. Über diesen experimentellen Klängen begann Rim Banna ihre eigenen Gedichte zu rezitieren, in denen sie ihren Widerstand und ihren Kampf mit der Krankheit beschreibt. Es sind bewegende und störrische, aufmüpfige und zärtliche Texte. Eine wunderbare lyrische Poesie, die sich auch in der englischen Übersetzung erschließt, die im Booklet neben den arabischen Originaltexten abgedruckt ist. „Meine Stimme spritzt aus meinen Poren“, heißt es im knispelten Rauschen von „My Songs will sound from the Squares“, „und wenn meine Poren verschlossen sind / kommt meine Stimme aus dem Handgelenk / Und wenn meine Hand abgetrennt ist / ist der Gesang meines Herzens meine Stimme (…)“. Für die Aufnahmen konnte auch wieder Bugge Wesseltoft gewonnen werden. Seine kantigen Improvisationen und warmherzigen Melodien schaffen einen reizvollen Kontrast zu den experimentellen Sounds von Checkpoint 303. Gleichzeitig bilden sie eine traumhafte Symbiose mit den pulsierenden Grooves. So ist ein ungewöhnliches Album entstanden, welches trotz des ernsten Hintergrunds weder traurig noch melancholisch daherkommt.“

Rim Banna: Voice of Resistance. CD und Streaming Formate, Kirkelig Kulturverksted / Indigo Vertrieb

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