Fixpoetry

Wir reden über Literatur
Fix Zone

Bye bye SPEX

Redaktion: 

Christine Käppeler lauscht für den FREITAG einigen ehemaligen Akteuren des SPEX:

„Pop hatte in Deutschland mal eine Adresse: Aachener Straße 40 – 44, 50674 Köln. Anfangs erschien das dort erstellte Heft noch mit dem Untertitel Musik zur Zeit, ab 1997 dann als Das Magazin für Popkultur. Die Spex überlebte zehn Chefredakteurswechsel und 2006 sogar den Umzug nach Berlin. Nach 38 Jahren ist jetzt endgültig Schluss. Sechs ehemalige Chefredakteure, Redakteurinnen und Autorinnen setzten sich deshalb an den lautesten Kaffeehaustisch der Stadt und sprachen noch einmal über die Versprechen des Pop und für wen sie sich eigentlich eingelöst haben.“

Als Beispiele Wortmeldungen von

„Sandra Grether: Ich fand sie vor allem wegen der Schreibweisen spannend, die in anderen Medien nicht möglich waren. Diese Mischung aus Poetry, New Journalism und Theoriewissen. In den Spex-Texten leuchtete eine aufregende Weltsicht auf. Auch die Illusion einer künstlerischen Boheme, in der eine andere Art zu leben möglich ist.“

„Diedrich Diederichsen: … Es gab diesen Text von Tobi Müller in der WOZ, in der er die Geschichte des Musikjournalismus anhand von zwei Modellen beschreibt. Das eine ist der apollinische, argumentierende, verstehende, quasi-wissenschaftliche Greil Marcus von der Westküste der USA, das andere ist der dionysische, sich und andere entblößende, leidenschaftliche und poetische Lester Bangs aus Detroit. 1985 war ich näher an Lester Bangs, aber in der Redaktion herrschte die Greil-Marcus-Position vor. Später bin ich selbst viel Greil-Marcus-hafter geworden.“

Meine Empfehlung mit trotzdem weinenden Augen: Dennoch Spex Lesen! Es geht weiter ab Februar 2019 im Internet.

 

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