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Kurze Presseschau: Hubert Winkels bespricht gestern in der Süddeutschen Zeitung die Kindheitserinnerungen der US-amerikanischen Dichterin Maya Angelou:

 „Von den vielen Anekdoten, Lebensweisheiten und Gedichtzeilen, die von Maya Angelou zirkulieren, gilt eine der schönsten dem größten aller Dichter. Das schwer traumatisierte achtjährige Mädchen aus der abgelegensten Gegend von Arkansas hört Shakespeare-Verse aus dem Sonett 29: "When, in disgrace with fortune and men's eyes, / I all alone beweep my outcast state / And trouble deaf heaven with my bootless cries...". Sie hört darin ihr eigenes Leid. Und die erwachsene Maya Angelou, Autorin und politische Aktivistin, erzählt immer wieder davon, "ich dachte: Shakespeare ist ein schwarzes Mädchen". In seiner Rührung möchte der Leser ihr zurufen: Du hast ganz recht! Shakespeare ist ein kleines schwarzes Mädchen. Dichtung, und metonymisch der Dichter, sind Teil der Leserin, nur deshalb kann sie heilen und verwandeln.“

Maya Angelou: Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt. Aus dem Englischen von Harry Oberländer. Suhrkamp Verlag, Berlin.

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