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X-mal 100 Jahre Bauhaus

Redaktion: 

Morgen Abend, Fr, 11. Januar um 19:30 im Deutschlandfunk Kultur:  "Die Bauhaus-Idee wurde zu meinem zweiten Ich". Romane über das Bauhaus und das Lebensgefühl der Zwanziger Jahre | Von Andreas Schäfer

Die Zwanziger Jahre erleben nicht nur mit Motto-Partys und der Fernsehserie ‚Babylon Berlin' ein Revival. In unzähligen Veranstaltungen wird auch des 100-jährigen Gründungsjubiläums des Bauhauses im Jahr 2019 gedacht. Die Hochschule für Gestaltung, in Weimar vor 100 Jahren gegründet, ist noch heute weltberühmt - für die proklamierte Einheit von Kunst und Technik, für ein feierfreudiges Studentenleben und die Vielzahl moderner Künstler und Architekten, die an ihr wirkten. Lyonel Feininger, Paul Klee, Walter Gropius, Mies van der Rohe, Oskar Schlemmer oder Lászlo Moholy-Nagy - sie alle lehrten am Bauhaus. Die legendäre Institution übt auch auf Schriftsteller einen Reiz aus. Im Vorfeld des Jubiläums sind Romane von Andreas Hillger, Theresia Enzensberger, Tom Saller und Jana Revedin erschienen, die am Bauhaus spielen oder Bauhäusler ins Zentrum der Handlung stellen.Was fasziniert heute noch oder wieder am Bauhaus und seinen Idealen?

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Ise Frank & das Bauhaus

Ise Frank war weit mehr als die Ehefrau des Bauhaus-Gründers Walter Gropius und Sekretärin der berühmten Kunst-, Architektur- und Designschule. Doch heute kennt kaum noch jemand ihren Namen. Jana Revedin erzählt nun die spannende Lebensgeschichte der Ise Frank und nähert sich so der Historie des Staatlichen Bauhauses auf romanhafte Weise.
Die Tochter einer großbürgerlichen jüdischen Familie beginnt nach Berliner Studienjahren eine Karriere als Buchhändlerin und Rezensentin in München. Ihr selbstbestimmtes Leben erfährt eine neue Wendung, als sie im Frühjahr 1923 den unkonventionellen Architekten Walter Gropius kennenlernt. Der baut gerade sein »Bauhaus« auf. Gropius’ vier Worte »Ise, ich brauche Sie« verändern Ise Franks bisheriges Leben. Bald wird Walter Gropius, der sich bisher mit Frauen nur schmückte, ihr Mann, und Ise wächst in die Bauhaus-Idee hinein »wie in ein zweites Ich«. Geldsorgen, akademische Intrigen, leidenschaftliche Verstrickungen und der Niedergang der Demokratie im aufkommenden Nazideutschland können ihr gemeinsames Lebenswerk nicht schwächen.

Jana Revedin: Jeder hier nennt mich Frau Bauhaus. Das Leben der Ise Frank. Ein biografischer Roman. Dumont Buchverlag, 2018.

 

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