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Jiddische Dichtung

Redaktion: 

  Portrait von Gitl Schaechter-Viswanath; Quelle: Haus für Poesie

Im Haus für Poesie am 23.01.2019 im Rahmen von AUF DER GRENZE Judentum und Dichtung.

Isaac Bashevis Singer prophezeite in seiner 1978 gehaltenen Nobelpreisrede, dass das Jiddische das letzte Wort noch nicht gesprochen habe. Die moderne säkulare jiddische Literatur, die Dichtung eingeschlossen, findet allerdings in einem „geisteswissenschaftlichen Beinahe-Vakuum“ (Armin Eidherr) statt. Es gibt kaum noch Verlage, die Leserschaft ist klein und nur selten wird in andere Sprachen übersetzt. Neben Hebräisch und Aramäisch war Jiddisch eine der drei jüdischen Sprachen der aschkenasischen Juden. Es ist eine west-germanische Sprache, die sich aus dem Mittelhochdeutschen entwickelte. Im Mittelalter verbreitete sie sich durch die Verfolgung der Juden und deren Migration vor allem in Osteuropa, im 19. und 20. Jahrhundert dann auch in Amerika, im Westen Europas und in Israel. Am dritten Abend der dreitägigen Veranstaltungsreihe Auf der Grenze kommen drei KünstlerInnen zu Wort, die ihre Gedichte auf Jiddisch schreiben: Evgeny Kissin (geboren 1971 in Moskau), der vor allem als Pianist und Komponist bekannt ist und der das Jiddische in den Vororten Moskaus von seinen Großeltern erlernte, Gitl Schaechter-Viswanath (geboren 1958 in New York), die neben ihrer dichterischen Tätigkeit mit der Herausgabe eines englisch-jiddischen Wörterbuchs das Lebenswerk ihres Vaters vollendete, und Boris Sandler (geboren 1950 in Bels), einer der bedeutendsten Dichter in jiddischer Sprache heute. Durch den Abend führt der Autor, Übersetzer und Jiddist Armin Eidherr.

 

 

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