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Lorraine O’Grady in Wolfsburg

Redaktion: 

Lorraine O´Grady "Cutting Out CONYT (1977/2017)" Ausstellungsansicht Städtische Galerie Wolfsburg © Lorraine O´Grady, Courtesy Privatsammlung NRW, Alexander Gray Associates New York und René Schmitt, Berlin/WOL, Foto: Janina Snatzke

Lorraine O’Grady (*1934 USA) gilt als eine der interessantesten Vertreterinnen der konzeptuellen Kunst Amerikas. Ihr eigenwilliges künstlerisches Werk zeichnet sich durch große Vielfalt und die Nutzung verschiedenster Medien aus. Einem breiten Publikum ist sie durch die Performancereihe „Mlle Bourgeoise Noire“ bekannt geworden, mit der O’Grady in der Rolle einer wütenden Schönheitskönigin gegen die Rassendiskriminierung in der Kunstwelt der 1980er Jahre und die fehlende Aufmerksamkeit der feministischen Bewegung für Fragen der Klassenungerechtigkeit protestierte. Diskriminierung, Feminismus, Selbstbehauptung, die Probleme von Minderheiten sind Themen, die Lorraine O‘Grady im Laufe ihres langen künstlerischen Werdegangs immer wieder neu bearbeitet und hinterfragt.

Die Städtische Galerie Wolfsburg präsentiert mit der Edition „Cutting Out CONYT“ (1977/2017) die Wiederaufnahme einer Serie von Collagen, in der O’Grady Ausschnitte aus aufeinanderfolgenden Sonntagsausgaben der New York Times vom 5. Juni bis 20. November 1977 zu Gedichten zusammenstellte. In der neuen Zueinanderordnung der 26 Blätter als „Haiku-Diptychen“ entsteht eine Brücke zwischen dem Früh- und Spätwerk. Es ist die erste Einzelausstellung der Künstlerin in einem deutschen Museum.

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