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Burgers Worte

Redaktion: 

Ulrike Steierwald widmet sich auf literaturkritik.de zum 30. Todestag von Hermann Burger dessen Gedicht „Worte“:

„Eine Alternativenergie setzt sich in diesem Gedicht in einem sicht- und hörbaren Dreischritt frei: Die den Sehsinn weitende Logik der Strophenabfolge ist ganz pragmatisch und analytisch-konsequent zu lesen: Die sprachliche Projektion geht aus von den Worten als Steinen in der Formation eines schwarz-weißen Schachbrettmusters, das in der figurativen Darstellung von Schattentanz, Flammenbündel und Tonreihe versagen muss. Schließlich sind die Aggregatzustände der Verflüchtigung von Wasser, Flamme und Schatten nicht als Manifestationen zu haben. Sie sind also auch nicht mit dem Stein in der Hand und ihrem etwas treffen wollenden Gestus zu fassen. Es geschieht im dritten Schritt die Rückführung in das festförmige, unbewegte Sprachgitter des Schwarz/Weiß, in das Schwarz auf Weiß des Textes, das seinen Grund bzw. Abgrund allein im Schweigen hat.“

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