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Nachkriegsmoderne im Saarland

Redaktion: 

Ringen um die richtigen Worte: Blick auf ein Manuskript von Ludwig Harig. FOTO: Literaturarchiv Saar-Lor-Lux-Elsass

Vor dem Hintergrund der politischen Entwicklung von Kriegsende, französischer Besatzung, Saarstaat und Eingliederung in die Bundesrepublik Deutschland vollzog sich im Saarland ein zwar mit den literarischen Strömungen in Deutschland verbundener, jedoch in wesentlichen Zügen eigenständiger literarischer Diskurs.
Die aktuelle Ausstellung dokumentiert die saarländische Nachkriegsliteratur von den späten 1940er bis in die frühen 1960er Jahre, stellt wesentliche Strömungen und Entwicklungen sowie deren Protagonisten vor. Sie beleuchtet den literarischen Strukturwandel in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg und die spezifischen saarländischen Ausprägungen. Dieser Prozess der Nachkriegsmoderne ist einerseits von der Auflösung traditioneller Formen geprägt, andererseits von den Stimmen einer Gegenbewegung, die auf deren Bewahrung beharren.
Ausgewählte Zeugnisse aus den Sammlungen des Literaturarchivs Saar-Lor-Lux-Elsass dokumentieren und diskutieren, auf welche Weise sich politische und literarische, gesellschaftliche und ästhetische Fragen der Zeit in den Werken saarländischer Autorinnen und Autoren repräsentiert finden.

Unter anderem im Werk Ludwig Harigs. Die Saarbrücker Zeitung schreibt:
„ Er ist nicht nur bis heute einer der berühmtesten Autoren aus dem Saarland geblieben, er war auch nach dem Krieg wohl am meisten auf der Höhe der Zeit. Zu Recht widmet sich die Ausstellung, die in zwölf thematischen Vitrinen neben Überblickstexten Autorenhandschriften, Briefe und Bücher vorstellt, Harig unter dem Titel „Stil­übungen der Moderne“ zuerst. Sie verweist auf seine literarischen Experimente, auf seine Hinwendung zur konkreten Poesie, seine Verbindung zur Stuttgarter Schule und der Mathematik und nimmt auch seinen Freund und Übersetzer aus dem Französischen mit auf, Eugen Helmlé.“

Die Ausstellung ist vom 7. Februar bis zum 25. Mai 2019 zu sehen.

 

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