Fixpoetry

Wir reden über Literatur
Fix Zone

Airless Spaces

Redaktion: 

Neuerscheinung bei turia + kant:
„Warum man nicht atmen kann, darüber muss man schreiben: »Airless Spaces« – das sind psychiatrische Kliniken, Übergangshäuser und Altenwohnungen. Shulamith Firestone, Ikone des Feminismus in den 1970er Jahren, schreibt über ihre Erfahrungen damit im zunehmend technokratischen New York der 1980er und 90er Jahre, das für gewisse »Verlierer« und eine Bohème im freien Fall keinerlei Empathie und Freiräume mehr übrig hat.
Die literarische Wucht der dichten Texte besteht in ihrem denkbar unsentimentalen Blick auf Einzelfälle und Alltägliches. Ihre grimmige Lakonie vernachlässigt dabei jedoch nie eine tiefe Solidarität mit den Gescheiterten und ihrem unzerstörbaren Wunsch nach würdevollem Leben.
Shulamith Firestones letztes Buch berichtet über verlorene Kämpfe mit und gegen Institutionen. Es ist genau diese Perspektive der Fürsprache – die Stimme, die für die Verstummten spricht – die das Buch zu einem genuin feministischen Vermächtnis macht: Das Private ist politisch – wenn es öffentlich wird. Es handelt sich um Fallstudien.“

Shulamith Firestone: Airless Spaces. Portraits. Aus dem Amerikanischen von Benjamin Dittmann. turia + kant, 2019.

Mehr aus der Fix Zone



September 2019



August 2019



Juli 2019



Juni 2019



Mai 2019



April 2019



März 2019



Februar 2019



Januar 2019