Fix Zone

Bauhaus und die Fotografie

Redaktion: 

László Moholy-Nagy, Fotogramm (Fotogramm mit Eiffelturm) um 1925 / 1928–1929, Reproduktion des Künstlers von Unikat, Silbergelatinepapier © Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek

Neue Ausstellung ab Donnerstag im Museum für Fotografie, Berlin: Bauhaus und die Fotografie - Zum Neuen Sehen in der Gegenwartskunst

Das Bauhaus spielt nicht nur eine Schlüsselrolle in der Design- und Kunstgeschichte, sondern auch für die Fotografie des 20. Jahrhunderts. Wie tragen dessen Neuerungen auch heute noch zur Weiterentwicklung fotografischer Bildsprachen und ästhetischer Konzepte bei? Welche Rolle spielt die Foto-Avantgarde um 1930 für zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler? Die Ausstellung konfrontiert Arbeiten von u.a. László Moholy-Nagy, Lucia Moholy, Man Ray, Jan Tschichold, Hedda Walther, Florence Henri, Hans Robertson und Erich Consemüller mit Werkgruppen von Thomas Ruff, Dominique Teufen, Daniel T. Braun, Wolfgang Tillmans, Doug Fogelson, Max de Esteban, Viviane Sassen, Stephanie Seufert, Kris Scholz, Taiyo Onorato & Nico Krebs, Antje Hanebeck und Douglas Gordon.

Historischer Bezugspunkt der Ausstellung ist die Werkbundausstellung „Film und Foto“, die 1929/30 unter anderem in Stuttgart, Berlin und Zürich zu sehen war. Die Berliner Station wurde damals von der Kunstbibliothek ausgerichtet. Der ungarische Künstler László Moholy-Nagy (1895-1946), der sich bereits mit seinen experimentellen Fotoarbeiten einen Namen gemacht hatte, kuratierte jeweils einen Raum zur Geschichte und zur Zukunft der Fotografie. Dem Bauhaus-Künstler lag daran, programmatisch das Neue Sehen in der Fotografie zu untersuchen. Die historische Werkschau, die als eine Art Manifest zu verstehen ist und sich in die damalige Debatte um den Stellenwert der Fotografie in der Kunst einmischte, wird mit über 300 Exponaten virtuell rekonstruiert. Darüber hinaus wird ein Teil der Berliner Station als szenografische Reproduktion präsentiert. Ergänzt werden die Rekonstruktionen durch zahlreiche Vintage Prints aus den Beständen der Kunstbibliothek und eine Präsentation von Filmen der 1920er-Jahre. In Kombination mit fotografischen Arbeiten von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern eröffnet die Ausstellung einen Dialog zwischen dem historischen Ereignis und der Gegenwart.

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