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Concrete II : Eine Topographie des Sehens

Redaktion: 

Malerei und Fotografie von Ute Langanky in der Galerie Konrad Mönter
 

“In the end it's not the years in your life that count, it's the life in your years.”

 „Concrete II“ so titelt Ute Langanky ihre aktuelle Ausstellung in der Galerie Mönter, in Osterath und freut sich zum dritten Mal der Einladung von Konrad Mönter folgen zu dürfen. Sie zeigte bereits 1999 unter dem Titel „Zugriff + Depotfunde“ Fotografie und Künstlerbücher in den schönen Antiquariats- und Galerieräumen. Aktuell sind dort ebenso großformatige Malerei wie Fotografie zu sehen und eine Diashow von ca. 600 Bildern auf einem Ipad. Die Arbeiten der ausgestellten Werkphase sind architektonisch, geometrisch geprägt. Das titelgebende „Concrete“ ist die englische Bezeichnung für „Beton“. Die charakteristische Eigenschaft dieses Baustoffes liegt im Wandel von einer flüssigen zur festen Substanz. Darin sieht die Künstlerin Parallelen zu ihrem malerischen Tun. Gleichzeitig stellt sich assoziativ der Gattungsbegriff der „Konkreten Malerei“ ein, welche bekanntlich eine ganz und gar ungegenständliche Bildwelt bezeichnet. Die Betrachtung von Langankys neuen „Bildarchitekturen“ animiert zu einem Blickwechsel zwischen der dreidimensionalen, räumlichen und einer zweidimensionalen, abstrakten Lesart der Kompositionen. Ihre Malerei ist durch die Kombination und Überlagerung von gestisch -expressiven Elementen mit konstruktiv-geometrischen Formen geprägt.

 Ute Langanky studierte an der Kunstakademie Düsseldorf ( 1976-84 ) bei den Professoren Gerhard Richter und Alfonso Hüppi sowie Philosophie an der Heinrich-Heine-Universität. Im Laufe der Jahre veröffentlichte sie viele Künstlerbücher und Publikationen teilweise an der Schnittstelle von Kunst und Literatur in Zusammenarbeit mit dem 2005 verstorbenen Lyriker Thomas Kling. Sie lebt seit Mitte der 90er Jahre auf einer zur Stiftung Insel Hombroich gehörenden, ehemaligen Raketenstation. Das Gelände befindet sich in permanenten Wandlungsprozessen und genießt heutzutage besonders wegen der dort neu erbauten Architekturen internationale Aufmerksamkeit. Die Künstlerin läßt sich mit ihrer beobachtenden Betrachtung auf den sie umgebenden Kulturraum ein und entwirft mit ihren bildkünstlerischen Arbeiten eine eigene Topographie des Sehens.

 

 

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